Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/131: Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz (Unternehmenssteuerreformgesetz III) · 20 Seiten

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3 Verworfene Szenarien

Im Rahmen der Erarbeitung der Anpassungen des Ressourcenausgleichs wurden auch zwei alternative Reformszenarien analysiert: Das erste Szenario ist die ersatzlose Streichung der Beta-Faktoren. Das bedeutet, dass sowohl ordentliche, wie auch Boxengewinne vollständig in das Ressourcenpotenzial einfliessen. Das zweite Szenario entspricht einer Weiterführung des heutigen Systems, d.h. ordentlich besteuerte Gewinne werden zu 100% berücksichtigt und nur privilegiert besteuerte Gewinne (d.h. Patenterträge) werden reduziert gewichtet. Als Gewicht wurde ein Wert von 20% angenommen.

Beide Varianten wurden vom Bundesrat verworfen, da die Auswirkungen nicht mit der wirtschaftlichen Realität übereinstimmen und die Ausgleichsbeträge für verschiedene Kantone massiv verzerrt würden. Die entsprechenden Resultate werden in diesem Abschnitt präsentiert.

Ein Wegfall der Beta-Faktoren ohne weitere Massnahmen würde zu einer starken Zunahme des Ressourcenpotenzials in denjenigen Kantonen führen, welche viele Gesellschaften mit besonderem Steuerstatus beherbergen. Diese Kantone würden gegenüber heute im Ressourcenausgleich stark belastet (vgl. Abbildungen 3.1 und 3.2).

Abbildung 3.1: Auswirkung der verworfenen Szenarien auf den Ressourcenindex

200

380

360

180340

320 160300

280 260 140240

220 120200

ZG

100

80

60

40

ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU

Effektive Zahlen 2014 Zeta-Faktoren ohne Gewichtung der Gewinne Beta = 20%

Die hellgrauen Säulen entsprechen den effektiven Zahlen 2014, welche vom Bundesrat beschlossen wurden. Die Dreiecke markieren die Auswirkungen bei einem ersatzlosen Wegfall der Betafaktoren. Kantone mit einem hohen Anteil an Gesell-