Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 64 Seiten

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Erläuternder Bericht Rechtsgrundlagen WEA

men der Armee dürfte hier nützlich sein. Zudem erhält die Wirtschaft durch die Aufwertung der Milizkaderausbildung einen Nutzen in Form gut ausgebildeter und erfahrener Kader.

Darüber hinaus nützt die Verkürzung der Wiederholungskurse um eine Woche der Wirtschaft auch dadurch, dass die Abwesenheit von Armeeangehörigen vom Arbeitsplatz um jährlich rund 100 000 Wochen reduziert werden kann. Neben anderen Massnahmen trägt die Verkürzung der WK-Dauer damit auch zur Reduktion der Anzahl Diensttage auf 5 Mio. pro Jahr bei.

Einsparungen lassen sich auch beim Betriebsaufwand der Armee erzielen. Dank zweiwöchigen Wiederholungskursen vergrössert sich für die Logistikbasis der Armee das Zeitfenster für Unterhalts- und Instandhaltungsarbeiten zwischen den einzelnen Dienstleistungen, wodurch die materielle Bereitschaft verbessert werden kann und sich gleichzeitig die Betriebsausgaben bis zu einem gewissen Grad senken lassen. Auch die Auslastung der Infrastruktur kann durch die verkürzten Belegungszeiten optimiert werden. Der Umstand, dass die Angehörigen der Armee sechs Wiederholungskurse zu 13 Tagen statt z.B. 5 Wiederholungskurse zu 19 Tagen absolvieren müssen, führt nicht dazu, dass pro Jahr mehr Wiederholungskurse stattfinden. Jede Formation wird im einen wie im anderen Fall einen Wiederholungskurs pro Jahr durchführen; im einen Fall mit einem etwas grösseren, im anderen mit einem etwas geringeren Bestand.

Militärisch genügen zweiwöchige Wiederholungskurse zur Erfüllung der minimalen Grundbereitschaftsvorgaben, wenn die Intensität der Ausbildung, unter optimaler Ausnutzung der vorhandenen modernen Ausbildungsinfrastruktur, nochmals gesteigert werden kann. Umfragen unter den Armeeangehörigen haben gezeigt, dass sich die Ausbildungseffizienz in den Wiederholungskursen – trotz wesentlichen Fortschritten in den vergangenen Jahren – immer noch erhöhen lässt. Eine Verkürzung der WK-Dauer führt dazu, dass Kader aller Stufen die beschränkt verfügbare Zeit effizienter nutzen. Um eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten, werden Kader in Zukunft vor jedem Wiederholungskurs eine gesamte Woche Kadervorkurs absolvieren, ohne dass die jährliche Dienstleistung dadurch auf einen Monat anwächst. In Kombination mit der Wiedereinführung des kompletten Abverdienens des Grades in den Rekrutenschulen und den neuen einwöchigen Weiterbildungskursen wird dies zu einer Erhöhung der Führungserfahrung und dadurch auch zu einem Gewinn an Wissen und Können in der Ausbildung führen.

Selbstverständlich haben zweiwöchige Wiederholungskurse nicht nur Vorteile. Es steht beispielsweise ausser Frage, dass mit der Verkürzung der WK-Dauer eine Reduktion des Grundbereitschaftsniveaus einhergeht. Bei längeren Einsätzen – beispielsweise während eines zweiwöchigen Konferenzschutzes – müssten zudem mit nur zwei Wochen Dienst leistenden Verbänden rasch Ablösungen durchgeführt werden. Allerdings besteht vor allem bei planbaren Einsätzen durchaus die Möglichkeit, dreiwöchige Wiederholungskurse anzuordnen und dadurch wenn immer möglich auf Ablösungen zu verzichten. Durch die Bezeichnung von Milizformationen mit hoher Bereitschaft und die Wiedereinführung eines Mobilmachungssystems wird die Bereitschaft der Armee zudem insgesamt verbessert. Für Angehörige der Milizformationen mit hoher Bereitschaft existiert im Falle einer Verschiebung des Wiederholungkurses eine besondere Regelung: Um einen wirkungsvollen Einsatz nach kurzer Vorbereitungszeit zu gewährleisten, absolvieren sie im Jahr der Dienst-