Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 64 Seiten
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Erläuternder Bericht Rechtsgrundlagen WEA
Bestände ES 08/11 WEA Differenz
Anzahl Bataillone / Abtei- 17717 109 - 68 lungen
Der maximale Sollbestand der Truppenkörper wird mit wenigen Ausnahmen auf maximal 800, jener der Einheiten auf maximal 150 Armeeangehörige gesenkt. Die Führung und Administration und damit auch die Vorbereitung und Durchführung von Dienstleistungen werden dadurch für die Milizkommandanten vereinfacht. Zudem wird die Stationierung der Formationen erleichtert.
7.2 Dienstleistungsmodell für Mannschaft und Unteroffiziere
Armeeangehörige sollen die Rekrutenschule grundsätzlich flexibel ab Beginn des
19. Altersjahres und spätestens in dem Jahr, in dem das 25. Altersjahr vollendet wird, absolvieren, das heisst in der Regel nach einer zivilen Erstausbildung. Danach kommt eine neun Jahre dauernde Einteilung in die Wiederholungskurs-Formation. Während dieser Zeit sind sechs Wiederholungskurse zu leisten, die jedoch nicht zwingend in jährlicher Abfolge absolviert werden müssen. Dank der Flexibilisierung des Einstiegsalters und den vielfältigeren Möglichkeiten zur Absolvierung der Wiederholungskurse trägt das neue Dienstleistungsmodell individuellen Bedürfnissen der Armeeangehörigen und damit der zivilen Gesellschaft besser Rechnung. Die Armeeangehörigen können während ihrer gesamten neunjährigen Einteilungszeit für Einsätze aufgeboten werden. Die Festlegung einer fixen Einteilungszeit ermöglicht zudem eine bessere Steuerung des Armeebestandes.18
7.3 Dienstleistungsmodell für Kader
Die Veränderungen des Ausbildungsmodells für Kader erfordern Anpassungen bei der Anzahl Diensttage für höhere Unteroffiziere und Subalternoffiziere. Um das vollständige Abverdienen des letzten Grades zu erlauben, wird deren Dienstleistungspflicht erhöht. Zudem leisten Subalternoffiziere neu Dienst bis zum 40. Altersjahr (bisher 36, Option 40). Durch die Annäherung an das Dienstleistungsalter des Hauptmanns steigt die Attraktivität einer Weiterausbildung. Die Möglichkeit zur freiwilligen Verlängerung der Militärdienstpflicht über die Altersgrenze hinaus bleibt erhalten.
17 125 aktive und 52 Truppenkörper der Reserve (Stand: 1. Januar 2013).
18 Die Grösse der Armee ist eine Folge davon, wie lange die Armeeangehörigen in der Armee eingeteilt sind. Aktuell variiert die Einteilungsdauer stark, weil Militärdienstpflichtige ihre Rekrutenschule teilweise zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt und ihre gesamte Dienstpflicht in einem Zeitraum bis spätestens zum 34. Altersjahr absolvieren. Mit einer festen und einheitlichen Dauer der Einteilung von 9 Jahren kann der Effektivbestand der Armee langfristig stabil gehalten werden.