Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/73: Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 (AS 2030/35) · 95 Seiten

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AS 2030/35

2.1.9 Variante Ausbauschritt 2035 im Einzelnen

2.1.9.1 Gesamte Investitionen der Variante Ausbauschritt 2035

Die Variante Ausbauschritt 2030 umfasst Investitionen von 7 Milliarden Franken, die sich bis in den Zeitraum 2030 realisieren lassen. Die Variante Ausbauschritt 2035 baut auf diesen Investitionen auf und enthält zusätzliche Ausbauten. Sie umfasst insgesamt Investitionen von 11,5 Milliarden Franken, die bis in den Zeitraum 2035 in Betrieb genommen werden können.

Die Variante Ausbauschritt 2035 realisiert – wie die Variante Ausbauschritt 2030 – systematisch mehr Züge und Sitzplätze dort, wo die dringendsten Überlasten bestehen. Neben den Entlastungen in den Korridoren im Arc lémanique und zwischen Zürich und Winterthur (Variante Ausbauschritt 2030) beseitigt die Variante Ausbauschritt 2035 zusätzliche Engpässe und erlaubt weitergehende Angebotsverbesserungen. Vorgesehen sind ein Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen, ein Kapazitätsausbau auf der Strecke Luzern–Zug–Zürich (Zimmerberg-Basistunnel II), eine Modernisierung der Strecke Neuenburg–La Chaux-de-Fonds sowie Angebotsverbesserungen zwischen Weinfelden und Konstanz und im Glarnerland. Durch diese und weitere in der Variante Ausbauschritt 2035 enthaltene Ausbauten können die Angebotsverbesserungen der Variante Ausbauschritt 2030 bedeutend erweitert werden, beispielweise durch bessere Verbindungen ins Zürcher Oberland und in die Ostschweiz sowie zwischen Zürich und der Zentralschweiz. Ausserdem entstehen durch einige Infrastrukturausbauten zusätzlich Fahrzeitverkürzungen, z.B. auf den Strecken Zürich–Zug, Neuenburg–La Chaux-de-Fonds, Bulle–Romont sowie im Leimental und im Prättigau. Im Güterverkehr sind durch die Variante Ausbauschritt 2035 zusätzliche Effizienzsteigerungen möglich.

Die Variante Ausbauschritt 2035 enthält die folgenden Investitionspakete, welche im Folgenden erläutert werden:

Investitionen Kosten [Mrd. CHF]

Netz SBB 8.5

Netz Privatbahnen 1.0

Beitrag Schweiz an Massnahmen zu Gunsten des grenzüberschreitenden Verkehrs 0.1

Betriebliche Anlagen 1.2

Einzelinvestitionen SBB (inkl. neue Haltestellen) 0.4

Einzelinvestitionen Privatbahnen 0.1

Projektaufsicht, Planung und Studien des nächsten Ausbauschritts 0.2

Summe 11.5

Tabelle 10: Investitionspakete der Variante Ausbauschritt 2035

2.1.9.2 Massnahmen auf dem Netz der SBB

Die Variante Ausbauschritt 2035 umfasst auf dem Netz der SBB die unten stehenden Angebotsverbesserungen. Die zusätzlich in der Variante Ausbauschritt 2035 enthaltenen Massnahmen sind fett und kursiv gedruckt.

Ausbaukosten29 Variante Ausbauschritt 2035 [Mrd. CHF]

Angebotsausbau Zürich–Winterthur (Personen- und Güterverkehr) 2.66

Taktverdichtung Lausanne–Genf und Doppelstockzüge Jurasüdfuss 0.81

Ausbau Güterverkehr-Expresstrassen 0.38

Angebotsausbau Zofingen–Suhr–Lenzburg (Personen- und Güterverkehr) 0.33

Systematisierung Mittelland 0.31

Längere Züge Annemasse–Coppet 0.01

Angebotsausbau Lausanne–Martigny–Brig (Personen- und Güterverkehr) 0.10

Taktverdichtung Basel–Biel 0.15

Ausbau S-Bahn Zürich inkl. Erweiterung Bahnhof Stadelhofen und Optimierungen für den Güter- 1.14 verkehr Angebotsausbau Zürich–Zug (Personenverkehr) 2.09 Modernisierung Neuenburg–La Chaux-de-Fonds 0.29 Angebotsausbau Weinfelden–Konstanz 0.15 Angebotsausbau Glarnerland Schwanden-Linthal 0.03 Summe 8.45

Tabelle 11: Massnahmen auf dem Netz der SBB Variante Ausbauschritt 2035

29 Der Verpflichtungskredit zum Ausbauschritt 2030/35 enthält nur die Ausbaukosten der Infrastrukturvorhaben (Gesamtkosten abzüglich Erneuerungskosten). Bei den Infrastrukturmassnahmen auf dem Netz der SBB wird angenommen, dass 95% der Kosten dem Ausbau und 5% dem Substanzerhalt zuzuordnen sind. Preisbasis ist 12/2014.