Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/79: Pa.Iv. Bei häuslicher Gewalt die Härtefallpraxis nach Artikel 50 AIG garantieren · 61 Seiten

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Interessierte Kreise

Die grosse Mehrheit der interessierten Kreise34 begrüsst den Vorschlag für Abs. 4. Gleich-

zeitig schlagen die interessierten Kreise35 jedoch vor, dass auch Paare, die keiner heterose-

xuellen Paarbeziehung entsprechen, ausdrücklich als Berechtigte der Regelung gemäss Art.

50 AIG aufgeführt werden. Für die Inklusion von LGBTQI+ Personen in die Regelung für Kon-

kubinatspaare gingen im Rahmen der Vernehmlassung zahlreiche Formulierungsvorschläge

ein ( s. Anhang I).

So schlagen etwa CCSI Genève und GT zur Gewährleistung der Gleichbehandlung vor, dass

alle Personen, unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung, aus-

drücklich in die Regelung für Konkubinatspaare einbezogen werden würden. Gleichermassen

erachtete es Association Rainbow Spot für die Gewährleistung der Gleichbehandlung als

notwendig, LGBTIQ+-Migrantinnen und -Migranten in die Gesetzesänderung aufzunehmen.

Es gebe Hindernisse, die eine Heirat für diese Personen verhindern könnten (z. B. aufgrund

von Diskriminierungsrisiken im Herkunftsland). Brava, Freiplatzaktion Zürich und TGNS fü-

gen an, dass insbesondere im Migrationskontext die Intersektionalität mit dem Queer-Sein

dazu führen könne, dass keine Ehe eingegangen wurde oder habe eingegangen werden kön-

nen.

LSDH-GE fügt an, dass die Betroffenen manchmal gezwungen seien zu heiraten, um mit

dem Lebensgefährten in der Schweiz bleiben zu können. Dies bedeute eine höhere Wahr-

scheinlichkeit, dass Personen, die bereits Opfer von Gewalt seien, trotz der Gewalt heiraten

würden. Dadurch könne die Gewalt weiter zunehmen, da die Zyklen der Gewalt in der Part-

nerschaft mit den Jahren systematisch zunehmen würden.

4.6 Übergangsbestimmung Art. 126g VE-AIG

AsyLex begrüsst diese Bestimmung sehr, denn im Hinblick auf das Fairnessgebot und auf

die dringende Notwendigkeit des Schutzes von Opfern häuslicher Gewalt scheine die Einfüh-

rung einer Übergangsbestimmung, wonach die neue gesetzliche Regelung auch für hängige

Gesuche gelte, angebracht und sinnvoll.

4.7 Auswirkungen auf Kantone und Gerichte

ZG möchte Ziffer 4.2 «Auswirkungen auf Kantone und Gemeinden» des erläuternden Be-

richts so anpassen, dass daraus hervorgehe, dass die Gesetzesänderung bei den Strafverfol-

34AJP, Amnesty International, Anthrosocial, ARVD, Association découvrir, Association elisa-asile, Association La Virgule, Association Palabres, Association Rainbow Spot, AsyLex, AvenirSocial, Beratungsstelle kokon, BIF, Brava, CAFF, CAPAS, Caritas Genève, Caritas, CCSI Fribourg, CCSI Genève, Centre Gauche-PCS VS romand, Centre LAVI Genève, cfd, CLAFG, CMS de Sierre, CSI, CSP, DAO, DécadréE, DJS, Dr.

Hofner, eff-zett das fachzentrum, EFS, EKF, Fachstelle Zwangsheirat, Feministisches Streikkollektiv Bern, F-Information, FIZ, Fondation L’Essenti’Elles, Fondation Surgir, Frauenberatung sexuelle Gewalt, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus Graubünden, Frauenhaus St. Gallen, Frauenhaus Winterthur, Frauen-Nottelefon, Frauenzentrale Aargau, Frauenzentrale Graubünden, Freiplatzaktion Zürich, FVGS, GT, HEKS, Herberge für Frauen – Frauenhaus Zug, humanrights.ch, IAMANEH Schweiz, IG Frau und Museum, Institut des études genre, InterAction Schweiz, Juristinnen Schweiz, Le Réseau femmes*, LSDH-GE, Maison de santé communautaire, MASM, Médecins du Monde, Mélissa Llorens, Netzwerk Istanbul Konvention, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, Plate-Forme Eglises(s) et Migrants, Plateforme Traite, Queeramnesty Schweiz, SAH Tessin, SAH, SBAA, SFH, SGCH, SIT, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne & Region, Solidarité sans frontières, SP Migrant:innen, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, SVF-ADF, TGNS, Unil, unine, Unterschlupf, VIOLENCE QUE FAIRE, Vogay

35AJP, Amnesty International, Anthrosocial, ARVD, Association découvrir, Association elisa-asile, Association La Virgule, Association Palabres, Association Rainbow Spot, AsyLex, AvenirSocial, Beratungsstelle kokon, BIF, Brava, CAFF, CAPAS, CCSI Fribourg, Centre Gauche-PCS VS romand, Centre LAVI Genève, cfd, CLAFG, CMS de Sierre, CSI, CSP, DAO, DécadréE, DJS, Dr. Hofner, eff-zett das fachzentrum, EFS, Feministisches Streikkollektiv Bern, F-Information, FIZ, Fondation L’Essenti’Elles, Fondation Surgir, Frauenberatung sexuelle Gewalt, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus Graubünden, Frauenhaus St. Gallen, Frauenhaus Winterthur, Frauen-Nottelefon, Frauenzentrale Aargau,

Frauenzentrale Graubünden, Freiplatzaktion Zürich, HEKS, Herberge für Frauen – Frauenhaus Zug, humanrights.ch, IAMANEH Schweiz, IG Frau und Museum, Institut des études genre, InterAction Schweiz, Netzwerk Istanbul Konvention, Juristinnen Schweiz, Le Réseau femmes*, LSDH-GE, Maison de santé communautaire, MASM, Médecins du Monde, Mélissa Llorens, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, Plate-Forme Eglises(s) et Migrants, Plateforme Traite, Queeramnesty Schweiz, SAH Tessin, SAH, SBAA, SFH, SGCH, SIT, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne & Region, Solidarité sans frontières, SP Migrant:innen, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, SVF-ADF, TGNS,

unine, Unterschlupf, VIOLENCE QUE FAIRE, Vogay