Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2024/53: Revision der Stromversorgungsverordnung (Verzinsung des Kapitals im Stromnetz und in geförderten Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien) · 14 Seiten
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Erläuternder Bericht zur
Revision der Stromversorgungsverordnung
(StromVV, SR 734.71)
Renditen berücksichtigen auch sämtliche Erwartungen über künftige Entwicklungen. Hieraus ergibt sich eine stabilisierende Wirkung. Der TMR-Ansatz berücksichtigt die negative Korrelation der Renditen zwischen Bundesanleihens- und Marktrisikoprämie. Die Marktrisikoprämie entspricht der Differenz zwischen TMR und der Rendite einer risikolosen Investition. Dazu wird eine zehnjährige Bundesobligation (Zero-Bonds) verwendet.
Für die Bestimmung der erwarteten Aktienmarktrendite, die in der WACC-Formel verwendet wird, werden analoge Glättungs- und Anpassungsregeln wie beim risikolosen Zinssatz verwendet.
3.1 Definition Marktrisikoprämie
Die Marktrisikoprämie reflektiert den Preis für das Investitionsrisiko eines breit diversifizierten Marktportfolios und sie bildet eine wichtige Basis der Bewertung des Risikos von Eigenkapitalinvestitionen.
3.2. Jährlich erwartete nominale Aktienmarktrendite
Mit der Anknüpfung der Marktrisikoprämie an die jährlich erwartete nominale Aktienmarktrendite soll sichergestellt werden, dass die Verzinsung des im Stromnetz gebundenen Kapitals auf realer Basis erfolgt und die Inflation berücksichtigt, so dass die finanzielle Situation der Stromnetzbetreiber nicht von Änderungen in der Inflationsrate abhängt. Bei hoher Inflation ist auch ein hoher nominaler WACC zu gewähren. Bei tiefer Inflation muss der nominale WACC auch tief sein.
3.3 Historische Zeitreihen zur Bestimmung der erwarteten Aktienmarktrendite
Grundlage für die Ermittlung der erwarteten Aktienmarktrendite ist der veröffentlichte Index ab 1926 für Aktienrealwerte (reale historischer Aktienrendite). Es wird der Durchschnitt aus dem geometrischem und arithmetischem Mittel verwendet. Es wird die volle Länge der verfügbaren Daten bis 1926 zurück verwendet. Die erwartete Aktienmarktrendite wird über die langfristige jährliche Inflationserwartung im vorangehenden Kalenderjahr adjustiert.
3.4 Aktuelle Inflationserwartung
Dadurch, dass bei der aktuelle Inflationserwartung von der langfristigen Inflationserwartung ausgegangen wird, die von der Schweizerischen Nationalbank im vorangehenden Kalenderjahr veröffentlichten wurde, wird sichergestellt, dass die WACC nicht einer realen Entwertung des eingesetzten Kapitals Vorschub leisten.
3.5 Glättung der erwarteten Aktienmarktrendite
Die Aktienmarktrendite ist definiert als die Summe aus der realen historischen Aktienmarktrendite und der Inflationserwartung. Bei der mit dem geometrischen Mittel berechneten Aktienmarktrendite resultiert ein zu tiefer Wert gegenüber dem wahren Prozentsatz. Hingegen ergibt sich bei der Anwendung des arithmetischen Mittelwerts ein zu hoher Prozentsatz. Daher wird die erwartete Aktienmarktrendite jeweils auf den Mittelwert der beiden Prozentsätze festgelegt.
Als Grenzwerte dienen alle ganzen Prozentzahlen. Für die Berechnung wird der Mittelwert der Bandbreite verwendet. Eine jährliche Anpassung erfolgt bei Über- bzw. Unterschreiten der Grenzwerte.
Ziff. 4 Marktrisiko (levered Beta)
Das levered Beta (βl) zeigt, wie sich das Risiko einer spezifischen Aktie zum Risiko eines breit diversifizierten Marktportfolios verhält. Für dessen Ermittlung sind zwei Grössen miteinander zu multiplizie-
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