2.4 Zurverfügungstellen von Praxisinfrastruktur

MWST-Branchen-Info 21 · Gesundheitswesen

Geltend · Stand ab 1. Januar 2025

ESTV · MWST-Branchen-Info 21 · Ziff. 2.4 · Deutsch

Die Zurverfügungstellung von Infrastruktur an einen Angehörigen eines Heil- und Pflegeberufs gemäss Ziffer 2.1 durch

  • einen anderen Angehörigen eines Heil- und Pflegeberufs (→  Ziff. 2.1),

  • Praxisgemeinschaften (→  Ziff. 2.2),

  • ambulante Behandlungszentren (→  Ziff. 2.3),

  • Spitäler (→ Ziff. 3),

  • Zentren für ärztliche Heilbehandlung (→ Ziff. 4),

  • Diagnostikzentren (→  Ziff. 5)

ist von der Steuer ausgenommen (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 2 und 3 MWSTG), unabhängig davon, ob der Mietpreis als Pauschalbetrag (monatlich oder jährlich), nach einem Prozentsatz des Umsatzes oder nach einem anderen Schlüssel festgelegt wird.

Die Infrastruktur umfasst in der Regel folgende Leistungen: Miete von ausgerüsteten Behandlungszimmern, Benutzung anderer Räumlichkeiten und Infrastruktur (Empfangsbereich, Rezeption, Sterilisationsraum, Röntgenraum und Toiletten) sowie Erbringung von administrativen Leistungen (Terminführung, Fakturierung, Korrespondenz und Betreibungsbegehren).

Praxisänderung infolge einer Änderung einer MWST-Bestimmung (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 2 MWSTG), anwendbar ab 01.01.2025 (vgl. betreffend zeitliche Wirkung → MWST-Info Zeitliche Wirkung von Praxisfestlegungen).