Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2004/100: Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr · 169 Seiten
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Vernehmlassung der Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr Seite 82 von 169
Im Rahmen der Festlegung der künftigen Stossrichtungen der Verlagerungsmassnahmen ist der Stellenwert der Rollenden Landstrasse zu überdenken. Einer raschen Beschleunigung der Verlagerung durch eine starke Erhöhung des Stellplatzangebots steht die fehlende Nachhaltigkeit gegenüber. Es muss entschieden werden, inwiefern der Bund das Angebot der Rollenden Landstrasse aktiv gestalten (durch die Festlegung von Terminalstandorten, Relationen und Fahrplänen sowie die Ausschreibung eines Angebots) oder dieses Angebot der unternehmerischen Entscheidung der Rola-Operateure überlassen soll. Hierbei ist die Frage zentral, inwiefern die Rollende Landstrasse als Flankierungsinstrument für die Einführung zusätzlicher strassenseitiger Verlagerungsmassnahmen (Alpentransitbörse) eingesetzt werden kann.
4.2.3.1.7 Sicherung ausreichender Terminalkapazitäten im In- und Ausland
Die Stärkung des kombinierten Verkehrs muss auch zukünftig im Vordergrund stehen. Damit dieser weiter wachsen kann, müssen ausreichende und qualitativ attraktive Umschlagsanlagen zur Verfügung stehen. Entlang der alpenquerenden Transitachsen und in den relevanten ausländischen Quell- und Zielgebieten, insbesondere in Norditalien, bestehen im Zuge des starken Wachstums des Kombiverkehrs-Marktes weiterhin Engpässe. Diese müssen für eine erfolgreiche Fortsetzung des Verlagerungsprozesses beseitigt werden. Die Förderung des Bundes am Bau wichtiger Terminals in der Schweiz und im grenznahen Ausland ist daher fortzusetzen.
4.2.3.1.8 Qualitätsmassnahmen
Qualitätssteigerungen bei Infrastruktur und Bahnbetrieb sind eine zentrale Voraussetzung für Produktivitätsfortschritte. Schritte, die nötig sind für die Stärkung der Wettbewerbsstellung des Schienengüterverkehrs gegenüber der Strasse. Vor allem bei grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrsdiensten ist die Qualität im Sinne von Pünktlichkeit und Transportzeit oftmals noch zu niedrig. Im Rahmen der Verlagerungspolitik ist eine deutliche Verbesserung der Qualität des nationalen und internationalen Güterverkehrs durch die Schweiz anzustreben.
Grundlegend für die Verbesserung der Qualität ist nach wie vor der funktionierende intensive Wettbewerb zwischen den Unternehmen des Schienengüterverkehrs entlang der Güterverkehrsachsen. Um Kundenbeziehungen erfolgreich pflegen und ausbauen zu können müssen die Unternehmen Produkte mit ausreichender Qualität anbieten. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und Allianzbildung sowie mit neuen Geschäftsmodellen der verschiedenen Bahnen wurden in der Vergangenheit bereits Fortschritte in der Qualität- vor allem der Pünktlichkeit - erzielt. Weitere Verbesserungen sind aufgrund neuer Geschäftsmodelle zu erwarten. Sämtliche Anstrengungen zur Verbesserung der Qualität, sei es auf