Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2006/22: Gesamtschau FinöV · 138 Seiten
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1.1.2.2 FinöV – eine Erfolgsgeschichte
FinöV-Projekte leisten wichtigen Beitrag zur Zielerreichung, Wirkung der bisherigen Massnahmen und Projekte ist positiv
Einen wichtigen Beitrag, um die verkehrspolitischen Ziele zu erreichen, leisten die Eisenbahngrossprojekte. Dank der bisher bereits realisierten Massnahmen und Projekte wie BAHN 2000
1. Etappe wird ein verbessertes Angebot für alle Landesteile möglich, das zu einer stetig steigenden Nutzung des öffentlichen Verkehrs führt.
1.1.2.2.1 BAHN 2000
Landesweit verbessertes Angebot, häufigere Verbindungen, bessere Anschlüsse
Das Konzept BAHN 2000 mit den vier neuen Linien Vauderens – Villars-sur-Glâne, Mattstetten – Rothrist, Olten – Muttenz und Zürich Flughafen – Winterthur wurde nach zustande gekommenem Referendum in der Volksabstimmung vom 6. Dezember 1987 angenommen. BAHN 2000 ist ein Konzept für ein landesweit verbessertes Angebot des öffentlichen Verkehrs mit häufigeren und vermehrt umsteigefreien Verbindungen, mit besseren Anschlüssen in den Knotenbahnhöfen, mit Verkürzungen der Gesamtreisezeit und mit attraktiven zusätzlichen Dienstleitungen.
Das zwischen 1996 und 2005 verbesserte Angebot zeigte sich im Fernverkehr in einer Frequenzsteigerung von etwa 20 Prozent. Dazu gab es im gleichen Zeitraum bezüglich der gefahrenen Zugkilometer eine Zunahme von 30 Prozent. Die Reisezeiten im Fernverkehr konnten um durchschnittlich 7 Prozent gesenkt werden.
Die Nachfrage hielt mit dem verbesserten Angebot mit. Die Personenverkehrsleistung im Fernverkehr, gemessen in Personenkilometer, stieg von 1996 bis 2005 um 27,5 Prozent. Auch im Regionalverkehr konnten die Leistungen verbessert werden, wenn auch etwas weniger als im Fernverkehr.
Es zeigte sich, dass auch der Regionalverkehr vom Knotenprinzip profitiert. Das Knotenprinzip mit Fokussierung auf die Transportketten generierte Nutzen sowohl für Fern- als auch Regionalverkehr.
Die Bahnreisenden nahmen die Verbesserungen des Angebotes wahr. Dazu gehörte auch das neu eingesetzte Rollmaterial. Dieses führte zu Verbesserungen im Bereich der Bequemlichkeit und bei der Lärmbelastung.
Ursprüngliches Konzept etappiert, viele Angebotsverbesserungen im Kernnetz umgesetzt
Nachdem die Planung zeigte, dass sich die voraussichtlichen Endkosten gegenüber dem vom Parlament 1986 bewilligten Betrag verdoppeln würden, beschloss der Bundesrat 1994 eine Etappierung des Projektes. Mit der 1. Etappe von BAHN 2000 sollten die Ziele des ursprünglichen Konzeptes von 1985 so weit wie möglich erfüllt werden, ohne den vom Parlament gesetzten Kreditrahmen zu sprengen. Offen blieb u.a. die Realisierung der Vollknoten St. Gallen, Luzern, Biel, Lausanne und Interlaken Ost.