Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten

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der Konsumentenpreise als die falsche Bezugsgrösse und lehnen eine Anpassung an die Teuerung ab.

Der Kanton Schwyz (K10) fordert eine Streichung von Art. 16, unterstützt von SPIRITSUIS-SE (B7), SOV (B10) und SSV (B23), kantonalen Vertretern der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, BVSZ, ZBB, ZBV, AZO), SVS (WO4), Hochstamm Schweiz (WO5) und Brenzer Kirsch (WO10). Sie begründen diese Forderung unter anderem mit der fehlenden Möglichkeit, bei einer Teuerungsanpassung die Steuersätze der umliegenden Länder als Kriterium zu berücksichtigen.

Art. 17 Steuerbefreiung

Fünf Kantone (Genf, Bern, Schaffhausen, Nidwalden, Wallis), der Städteverband (D1) sowie SGB (W1), HANDELSCHWEIZ (B6), AWS (B12), VSG (B14), diverse Organisationen der Prävention, Gesundheit und der Familien (SAPPM, SUHMS, SGARM, Blaues Kreuz, FEG-PA, Croix-bleue romande, fondationdépendences, LVT, SGAP, CRIAD, FVA, FNA, GREA, FS, Ticino Addiction, Pro Juventute, REPER), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), konsumentenforum (WO11) und KAPO Wallis (WO16) befürworten die Steuerbefreiung auf 10 Liter pro Kalenderjahr für alle natürlichen Personen über 18 Jahren. Sie erachten die Steuerbefreiung für Landwirte als eine kulturelle Tradition und daher als gerechtfertigt.

Die Gemeinde Kriens (SG2) und der SBV (W5) erklären sich mit den 10 Litern einverstanden, die von der Steuer befreit werden sollen.

Demgegenüber als zu hoch werden die 10 Liter von acht Kantonen (Solothurn, Zürich, Graubünden, Schwyz, Neuenburg, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, St Gallen), der Stadt Zürich (SG5), von EVP (P4), SGB (W1), VSG (B14), SBV (B15), SOBV (KB17), Blauem Kreuz (PO9), FEGPA (PO10), Public Health (PO12), Croix-bleue romande (PO13), fondationdépendences (PO15), LVT (PO16), StiftungStillen (PO23), CRIAD (PO24), FVA (PO25), FNA (PO26), Krebsliga (PO27), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34) und REPER (PO39) beurteilt. Der Kanton Zürich (K3) geht von einem hohen Betrugspotential aus und befürchtet einen erheblichen Mehraufwand. Drei Kantone (Zürich, Graubünden, Schaffhausen) weisen auf mögliche Schwierigkeiten bei der Kontrolle und Überwachung hin.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden (K23) plädiert «generell für eine härtere Gangart» in der Alkoholpolitik. Die EVP (P4) verlangt, von jeglichen Steuerbefreiungen abzusehen, und erachtet es als grundlegend falsch, das bisher für die Landwirtschaft geltende Privileg auf die ganze Bevölkerung auszudehnen. Soweit nicht darauf verzichtet werde, sei das Privileg zumindest auf den Eigengebrauch zu beschränken oder der zulässige Handel auf 2 Liter zu begrenzen. Zudem sei lediglich eine Steuerermässigung von 30 Prozent vorzusehen. Blaues Kreuz (PO9), Croix-bleue romande (PO13) und Krebsliga (PO27) verweisen auf den durchschnittlichen Gesamtalkoholkonsum pro Kopf und Jahr. Mit der 10-Liter-Regel werde gesundheitspolitisch ein falsches Signal ausgesandt.

Als «übertrieben» bezeichnet FVA (PO25) die Höhe der Steuerbefreiung und von «exzessiv» sprechen FEGPA (PO10), LVT (PO16), fondationdépendences (PO15), FNA (PO26), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34) sowie REPER (PO39), weil sie die Entstehung eines Parallelmarkts befürchten. SPIRITSUISSE (B7) sieht in der Steuerbefreiung die Begünstigung eines ungerechtfertigten, marktwirtschaftlichen Sonderraums.

Grundsätzlich ablehnend gegenüber der vorgeschlagenen Steuerbefreiung äussern sich vier Kantone (Luzern, Zug, Uri, Basel-Stadt), die Stadt Kloten (SG1), SPIRITSUISSE (B7), SOV (B10), VELEDES (B16), IG DHS (B21), SSV (B23), kantonale Vertreter der Landwirtschaft (BOV, BVBB, SOBV), Vertreter der Weinbranche (ANCV und ASCV) sowie Public Health (PO12), AGS (PO14), StiftungStillen (PO23), IOGT (PO30), Coop (EU4) und TFAG (EU5).