Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten

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Art. 65 Aufhebung der Rechtspersönlichkeit der Eidgenössischen Alkoholverwaltung

Für den Brennerverband (B9) ist die vorgeschlagene Bestimmung zu allgemein gehalten. Er fordert ein Bundesamt für Alkohol, welches sämtliche Rechten und Pflichte der EAV übernimmt.

Der SSV (B23) setzt sich – ohne weitere Konkretisierung der Organisation – für den Erhalt der EAV ein. Eine Aufteilung der Aufgabenbereiche auf andere Bundesinstanzen lehnt er ab.

[Weitere Stellungnahmen zur Zukunftsgestaltung der EAV finden sich in den Ausfüh-

rungen zu Art. 13 E-AlkG].

4 Alkoholgesetz

4.1 Ein neues Gesetz für alle Handels- und Werbebeschränkungen

4.1.1 Zusammenführung der Handels- und Werbebestimmungen in einem einzigen Gesetz

20 Kantone (Solothurn, Zürich, Freiburg, Genf, Luzern, Bern, Zug, Graubünden, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Schaffhausen, Neuenburg, Thurgau, Nidwalden,

Appenzell-Innerrhoden, Wallis, St. Gallen), die GDK (K2), der Städteverband (D1), die Städte Kloten (SG1) und Zürich (SG5), die Gemeinde Kriens (SG2) sowie EVP (P4) und SGB (W1) begrüssen die Zusammenführung der für alkoholische Getränke geltenden Handels- und Werbebeschränkungen im neuen Alkoholgesetz. Auch die nationalen Branchenverbände Hausärzte Schweiz (B5), HANDELSCHWEIZ (B6), SPIRITSUISSE (B7), SOV (B10), AWS (B12), Swiss Retail (B18), FMH (B20), IG DHS (B21), SSV (B23) und santésuisse (B35) sowie kantonale Vertreter der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, FVPFL / IFELV, SOBV) befürworten die Zusammenführung, unterstützt von zahlreichen Organisationen der Prävention, Medizin und der Familien (SAPPM, infodrog, NAS, Pro Familia, SUHMS, SGARM, Blaue Kreuz, FEGPA, Public Health, Croix-bleue romande, AGS, fondationdépendences, LVT,

SGAP, DOJ, StiftungStillen, CRIAD, FVA, FNA, Krebsliga, IOGT, GREA, FS, Ticino Addiction, REPER, Pro Juventute), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), konsumentenforum

(WO11), bfu (WO12), KAPO Wallis (WO16), EKAL (KA1), Coop (EU4) und TFAG (EU5).

Nach Einschätzung des konsumentenforums (WO11) bringt die Zusammenlegung mehr Kohärenz in der Gesetzgebung und im Vollzug, wobei eine Lockerung der geltenden Regeln verhindert werden müsse.

infodrog (PO3) begrüsst die Regelung der Werbebestimmung aller alkoholischen Getränke in einem Gesetz nur, wenn die Zusammenführung zu keiner inhaltlichen Lockerung führt.

SBV (W5) und EV (B11) können sich mit der Zusammenführung nur einverstanden erklären, soweit die Verfassungsmässigkeit der Bestimmungen für Wein und Bier bejaht werden kann.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Konzentration der Bestimmungen in einem Gesetz den Vollzug erleichtern wird. Als Stärken des neuen Alkoholgesetzes werden die verbesserte Übersicht und die erhöhte Verständlichkeit erwähnt. Zudem wird die Zusammenführung der Bestimmungen in einem Gesetz als Signal für eine kohärentere Alkohol- oder Präventionspolitik gewertet. Für CRIAD (PO24) wäre jedoch ein Gesetz, das sämtliche «psychoaktiven Substanzen» umfasst, erstrebenswerter.

4.1.2 Verfassungsmässigkeit

CVP (P1), AWMP (W3), SGV (W4), SAV (W6), Centre Patronal (WO3), IG Freiheit (WO8), SWK (WO13) sowie IG Klein- und Mittelbrauereien (WO14) stellen eine hinreichende Verfassungsgrundlage der im Alkoholgesetz für Bier und Wein vorgesehenen Handels- und