Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/104: Verordnung über die Informationssysteme für den öffentlichen Veterinärdienst (ISVet-V) · 11 Seiten
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3 Verankerung des Informationssystems ASAN und der Labordatenbank
ALIS im gemeinsamen zentralen Informationssystem entlang der Le-
bensmittelkette
Bestehende Informationssysteme und Datenbanken der Bundesämter und Kantone werden soweit standardisiert, dass eine gegenseitige Übertragung und Nutzung von Daten und Informatikdienstleistungen sicher und zeitgerecht möglich wird. Zu diesem Zweck sollen sie in das gemeinsame zentrale Informationssystem entlang der Lebensmittelkette eingebunden werden.
Der Zugriff auf die verschiedenen Informationssysteme (= Subsysteme) erfolgt über ein einziges Portal „agate“. Dieser gesicherte Zugang erlaubt den Zugriff auf die einzelnen Subsysteme. Der Zugriff wird aber durch die Zugriffsrechte und die Benutzerrolle des Anwenders zusätzlich eingeschränkt, so dass jeder Anwender nur auf die Subsysteme sowie auf die Daten zugreifen kann, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt.
Die Absicht, dass das gemeinsame zentrale Informationssystem bereichsübergreifende Funktionalität haben soll, wird auch in der Namensgebung der einzelnen Subsysteme deutlich: Die Namen beginnen mit dem Buchstaben „a“ (z.B. in agate, Asan, alis, acontrol etc.). Dabei steht „a“ für agriculture, animaux, aliments und symbolisiert so die gesamtheitliche Betrachtung entlang der Lebensmittelkette.
Die Weiterentwicklung wird von den am gemeinsamen zentralen Informationssystem beteiligten Behörden koordiniert und geplant. Das Informationssystem für den öffentlichen Veterinärdienst ASAN (Informationssystem ASAN) verwendet deshalb in Abstimmung mit den übrigen Subsystemen des gemeinsamen zentralen Informationssystems gemeinsame Standards und gleiche Begriffe.
Das Informationssystem ASAN besteht aus einem Geschäftsverwaltungssystem für die Behörden, wo Geschäftsgänge wie Bewilligungen, Seuchenbekämpfung, Massnahmenvollzug etc. abgebildet werden können. Weiter bestehen Schnittstellen zur Labordatenbank ALIS, zur Tierverkehrsdatenbank (TVD), zum Informationssystem für Betriebs-, Struktur- und Beitragsdaten (AGIS), zum Betriebs- und Unternehmensregister (BUR)und zum Informationssystem für Kontrolldaten (Acontrol).
In der Labordatenbank ALIS werden die Laborergebnisse entlang der Lebensmittelkette gesammelt und plausibilisiert. Auf Abruf werden sie im Informationssystem ASAN präsentiert (z. B. Gesundheitsdaten von Tieren, Ergebnisse von Laboruntersuchungen, Daten von Futtermitteln oder ev. Bodenproben). Auf der Präsentationsoberfläche können die Laborresultate durch die berechtigten Anwender gesehen und allenfalls geändert werden.
4 Finanzielle Auswirkungen
Auswirkungen auf den Bund
Nach Ansicht der beteiligten Bundesämter ist der finanzielle Ressourcenbedarf durch die gemeinsame Realisierung der technischen Basisinfrastruktur wesentlich geringer als bei den bestehenden Insellösungen.
Das BVET geht für das Informationssystem ASAN von einem Entwicklungsaufwand von CHF 2.2 Mio. sowie einem jährlichen Betriebsaufwand von ca. CHF 800‘000.- aus. Der Entwicklungsaufwand wird vom Bund getragen. Die Kosten für den Betrieb