Protokoll

Vernehmlassung 2012/84: Revision der Stromversorgungsverordnung (StromVV) · 14 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 10Fedlex · Ergebnisbericht

beschaffen und die Finanzierung der Investitionen zu tätigen. Er stellt die Frage, wie hoch der aktuellste WACC mit der neuen Methodik sei.

Aurelio Fetz (BFE) antwortet, dass er mit der neuen Methodik fürs Tarifjahr 2013 4.7% betragen würde.

Michel Piot (swisselectric) vermerkt, dass die Methodik positiv bewertet wird, da sie wissenschaftlich abgestützt, international vergleichbar ist und zu einer gewünschten Stabilisierung führt.

Sonja Studer (swissmem) hat keine grundsätzlichen Einwände gegenüber der Methode und betont, dass auch die alte Methode nicht unwissenschaftlich war. In der neuen Methodik gibt es allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten einzelner Parameter. So ist bspw. die Peer Group nicht optimal repräsentativ und es kann gefragt werden, ob die Marktrisikoprämie wirklich so hoch sein. Zudem besteht mit der Behandlung der Emissions- und Beschaffungskosten das Risiko, dass es Doppelverbuchungen geben kann.

Wolfgang Elsenbast (BFE) klärt, dass wie in den Erläuterungen festgehalten, die Peer Group laufend verbessert werden soll, wenn neue Daten vorhanden sind und dass zukünftig diese Kosten nicht mehr separat über die Betriebskosten geltend gemacht werden dürfen.

Jean-Philippe Kohl (swissmem) unterstützt den Vorschlag, um hier im Sinne einer Deblockierung einen Beitrag zu leisten. Dazu wird aber auch gefordert, dass das Geld auch tatsächlich investiert wird. In diesem Sinne wollen sie auf die Stromwirtschaft zugehen, wollen aber im Gegenzug auch, dass diese investiert.

Georg Engels (BKW) unterstützt die Methodik, welche zu höheren Investitionen führen soll im Gesamtsystem. Allerdings soll die Methodik auf Netze beschränkt sein und bspw. nicht auf die Produktion ausgeweitet werden.

Nick Beglinger (swisscleantech) unterstützt die Methodik und sieht den Handlungsbedarf als gegeben. Er schliesst sich der Position von swissmem an, dass es wichtig ist, dass die Betreiber einen Beitrag zur Umsetzung leisten.

Beurteilung der zukünftigen Investitionsanreize für die Stromnetzbetreiber anhand der Höhe des WACC, speziell vor dem Hintergrund der notwendigen Investitionen innerhalb der Energiestrategie 2050

Nick Beglinger (swisscleantech) sieht die Methodik als marktnahe und ist der Meinung, dass damit Investitionsanreize bestehen.

Georg Engels (BKW) sieht die Investitionsanreize durch diese neue Methodik als gestärkt.

Jean-Philippe Kohl (swissmem) stellt die Frage, wie man die Investitionen sicherstellen kann und ob es dazu Möglichkeiten gibt, diese Einnahmen direkt zu lenken oder zu monitoren. Denkbar sei ja auch, dass die Mehreinnahmen zu Ausschüttungen an die Gemeinwesen führen.

Wolfgang Elsenbast (BFE) vermerkt, dass die Anreize der Stromwirtschaft zu investieren eindeutig vorhanden sind, wenn die Rendite marktgerecht ist. Zudem gäbe es politische Vorgaben im Rahmen der Versorgungssicherheit. Man könne in einer Marktwirtschaft zudem wohl auch kaum eine Investitionskontrolle betreiben.

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