Protokoll
Vernehmlassung 2012/84: Revision der Stromversorgungsverordnung (StromVV) · 14 Seiten
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2. Teil der Anhörung vom 26. Oktober 2012
Begrüssung und Erläuterung zum Vorgehen
Matthias Gysler (Bundesamt für Energie BFE) begrüsst die Anwesenden und stellt den Ablauf der Anhörung vor. Es folgt eine kurze Vorstellungsrunde.
WACC-Methodik (Art. 13 Abs. 3 StromVV)
Nach der Präsentation des Änderungsantrages wird die Möglichkeit geboten, allgemeine Fragen zum Antrag und dem neuen Konzept zu stellen.
Georg Engels (BKW) will wissen, warum der risikolose Zinssatz für Fremdkapital anders berechnet wird als der risikolose Zinssatz fürs Eigenkapital. Wolfgang Elsenbast (BFE) gibt zu Antwort, dass im Gutachten unterschiedliche Bindungsfristen für Eigen- und Fremdkapital angenommen werden, so weist bspw. das Fremdkapital eine kürzere Bindungsfrist auf als das Eigenkapital.
Urs Stuber (Kt. SO) stellt sich grundsätzlich die Frage, warum die Anpassung jetzt erfolgen soll und nicht im Rahmen der Revision StromVG. Es wird gefragt, ob die Dringlichkeit gegeben sei.
Matthias Gysler (BFE) antwortet, dass die Investitionen ins Netz heute schon anstehen. Die Änderungen müssen heute angegangen werden, damit unter Berücksichtigung der Planungs- und Bewilligungsfristen die Investitionen rechtzeitig getätigt werden. Der Investitionsbedarf ist dabei relativ unbestritten. Wenn der WACC nicht marktgerecht ist, besteht die Gefahr, dass nicht genug investiert wird.
Es folgen die Stellungnahmen der Anhörungsteilnehmer im Einzelnen zu den aufgeführten Fragen.
Beurteilung der im Verordnungsentwurf vorgeschlagene Methodik zur Ermittlung des WACC
Urs Stuber (Kt. SO) spricht von einer akzeptablen Methodik.
Bernd Frieg (VPE) ist der Meinung, dass die Methodik richtig sei, auch bei der Ermittlung der Markrisikoprämie. Mit dieser Methodik kann sichergestellt werden, dass Investitionen getätigt und Arbeitsplätze gesichert werden. Es ist jedoch auch zentral, dass die Investitionen zeitnah getätigt werden.
Mario David (VPE) weist darauf hin, dass der WACC nicht der einzige Faktor ist für Investitionen. Der Zeitpunkt zur Einführung der neuen Methodik wird als richtig eingeschätzt, von geringerer Bedeutung ist lediglich, dass der Einführungszeitpunkt der Verordnungsrevision unter dem Jahr geschieht. Weiter wird darauf hingewiesen, dass der Ausbau des Verteilnetzes wichtig sei, ebenso die fundierte Abbildung des WACC.
Christian Brunner (Alpiq) sieht die WACC-Formel als sehr exakt, bei welcher die Spannbreiten sehr gross sein können, wenn man nach Fixwerten sucht. Die vorgeschlagene Methodik kann diesen Bereich eindämmen. Es wird dabei berücksichtigt, dass Investitionen in Stromnetze sehr langfristig sind. Weiter wird bemerkt, dass der WACC hier im Vergleich mit bspw. Deutschland tief ist. So wurde aber in Deutschland nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt für den Netzausbau im Bereich von Offshore-Windanlagen. Mit der neuen Methode sollte es möglich sein, Geld auf dem Kapitalmarkt zu
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