Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/43: Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS) · 124 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.111873 / 217.1/2011/01115
Geschicklichkeitsspiele
Das Spielbankengesetz veränderte die Rahmenbedingungen für Geldspielautomaten in Bars, Restaurants etc. Dies führte zu einer erheblichen Verkleinerung der Branche der Automatenaufsteller, deren Geräte zudem nur in einigen Kantonen zugelassen sind. Daneben werden verschiedentlich auch im Internet Geschicklichkeitsgeldspiele angeboten. Gemäss Angaben und Schätzungen der Branche belaufen sich die Bruttospielerträge dieser beiden Anbietergruppen auf jährlich rund 30 Millionen Franken.
Nicht zugelassene Geldspielanbieter
Ein erheblicher Teil der in der Schweiz gespielten Geldspiele verfügt über keine schweizerische Bewilligung. Es handelt sich dabei um Spiele, die im Internet sowie in Bars, Clubs, Restaurants etc. durchgeführt werden.
Es liegen nur wenige Informationen und keine offiziellen Daten über das Online-Spielangebot in der Schweiz vor. Gemäss Angaben und Schätzungen der Branche wurden 2012 in der Schweiz über Online-Absatzkanäle (insb. Internet und Mobiltelefonie) Bruttospielerträge von ca. 230 Millionen Franken erzielt. Knapp ein Drittel entfällt auf die beiden Schweizer Lotteriegesellschaften (primär mit Lotterien, marginal mit Sportwetten), der Rest auf ausländische Anbieter ohne schweizerische Bewilligung (Sportwetten ca. 70 Mio. und Spielbankenspiele [inkl. Poker] ca. 90 Mio. Franken).
Die Schätzung des Ertragsvolumens des illegalen Geldspiels in Bars, Clubs, Restaurants etc. gestaltet sich noch schwieriger. Schätzungen der Branche gehen für das Jahr 2011 von einem Bruttospielertragsvolumen von ca. 150 Millionen Franken aus.
Die Nachfragenden
Marktforschungen der Veranstalterinnen dokumentieren, dass gut 60 Prozent der erwachsenen Schweizer Wohnbevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben ein Geldspiel gespielt haben. Sie zeigen auch, dass im Jahr 2012 knapp die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ihr Glück versucht hat. In der Romandie und im Tessin sind diese Anteile leicht höher als in der Deutschschweiz. Am häufigsten gespielt werden Lotterien. Gut 40 Prozent der Bevölkerung dürften jedoch bereits mindestens einmal eine (schweizerische oder ausländische) Spielbank besucht haben.
Gemäss Schätzungen der Branche nähert sich die Zahl der erwachsenen Schweizer Wohnbevölkerung, die via Internet Geldspiele nachfragt, der 10-Prozent-Grenze. Dividiert man die Bruttospielerträge der Lotteriegesellschafen und Spielbanken mit der Zahl erwachsenen Schweizer Wohnbevölkerung, resultieren 252 Franken, welche im Jahr 2012 pro Kopf ausgegeben wurden. Diese Zahl ist indessen deutlich zu reduzieren, da vor allem in den grenznahen Spielbanken ein erheblicher Gästeanteil aus dem Ausland stammt.
Die wichtigsten Einflussfaktoren
Die rasch fortschreitende technische Entwicklung, vor allem im Bereich der Telekommunikation, hat auch die Geldspiele erfasst. Sie können heute über das Internet zu jeder Zeit und an fast jedem beliebigen Ort der Welt gespielt werden. Die bisherigen