Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 77 Seiten

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dann? Der SFwV nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass es einigen Kantonen offenbar immer noch nicht möglich sein soll, ihre Maturaprüfungen vor dem zweiten Rekrutenschul-Start abzuschliessen.

Transfair begrüsst die Harmonisierung der militärischen Grundausbildung mit den Hochschulen. Für Angehörige der Armee in Ausbildung sei ein möglichst nahtloser und reibungsloser Übergang von militärischem Dienst in die tertiäre Ausbildung von grosser Wichtigkeit. Transfair nimmt Kenntnis davon, dass ein optimaler Übergang aufgrund der Dauer der militärischen Grundausbildung, respektive der Studienbeginne an den Schweizer Hochschulen noch nicht erreicht sei, ist aber zuversichtlich, dass noch bessere Lösungen gefunden werden können. Auf jeden Fall aber sei der vorliegende Vorschlag bereits positiv zu werten.

Wiederholungskurse

Für sechzehn Kantone (UR, SZ, NW, GL, FR, SO, BL, SH, AR, SG, GR, AG, TG, TI, VS, NE) und die RK MZF darf die verkürzte Dauer der Wiederholungskurse keine negativen Folgen auf die Verfügbarkeit, den Ausbildungsstand und das Leistungsprofil der Truppen zur Unterstützung der zivilen Behörden haben und soll nicht zu einer grösseren Belastung der kantonalen Militärverwaltungen führen.

ZG beantragt die WK-Dauer bei drei Wochen beizubehalten, um die Verfügbarkeit der Truppe und den Ausbildungserfolg zu gewährleisten.

Zwei Kantone (OW, GE) begrüssen die Verkürzung der Rekrutenschulen und der Wiederholungskurse, da beides zu einer besseren gesellschaftlichen Akzeptanz der Armee und des Milizsystems beitragen werde. Für GE trägt die Verkürzung aber die Gefahr, dass die Truppe qualitativ an Einsatzbereitschaft verliert.

Zwei Kantone (AI, VD) lehnen die Verkürzung der Wiederholungskurse ab. Allenfalls sei alternativ ein flexibles WK-Modell anzustreben.

VD empfiehlt ein flexibleres System, das auf zweiwöchigen Wiederholungskursen basiere, die bei speziellem Ausbildungsbedarf oder aufgrund einer besonderen Lage auf drei Wochen verlängert werden können. Für JU sollte für gewisse Truppen die Möglichkeit bestehen, dreiwöchige Kurse abzuhalten.

TI äusserst Zweifel gegenüber der Effizienz von individuellen Trainings und Dienstleistungen (Ausbildungszyklen organisiert durch die Ausbildungsformationen) von Milizangehörigen in Milizformationen mit erhöhter Bereitschaft. Das ergebe einen enormen administrativen Aufwand, der sich in entsprechenden Verordnungsvorschriften niederschlagen würde, die präzise die Aufgaben der Kantone, der Truppenkommandanten und den Ausbildungsformationen beschreiben müssten. Es müssten ebenfalls Richtlinien erlassen werden, welche die Mehrsprachigkeit in der Ausbildung garantieren müssten, damit individuelle Ausbildungen überhaupt möglich wären.

JU stellt die Frage, ob es realistisch sei, mit zweiwöchigen Widerholungskursen, die gemäss Leistungsprofil für den Kampf der verbundenen Waffen vorgesehenen Einsatzformationen bis Stufe Kampfgruppe zu erreichen. Für Spezialistenformationen und Verteidigungsformationen müsse der Wiederholungskurs auf drei Wochen verlängert werden.

Die BDP beurteilt die Verkürzung und Reduktion der Wiederholungskurse als positiv. Bei einer Verkürzung der Wiederholungskurse sei der Ausbildung (einzeln und im Verband) jedoch oberste Priorität zuzuordnen. Material- und Fahrzeugfassungen sowie Rückfassungen und Instandstellung (früher WEMI) dürften nur einen Bruchteil der WK-Dauer beanspruchen.

Die CVP steht der Reduktion der Dauer der Wiederholungskurse sehr kritisch gegenüber. Sie ist nicht vollends überzeugt, dass diese kürzere Absenz am Arbeitsplatz wirklich den erwarteten Nutzen für die Wirtschaft bringt, befürchtet aber, dass die Ausbildung in der Armee leiden wird. Es sei vielmehr zu prüfen, wie die Reduktion der Anzahl Diensttage über eine Reduktion der Anzahl Wiederholungskurse erreicht werden könnte.

Für die FDP löst die Verkürzung der Wiederholungskurse das Grundproblem der Vereinbarkeit von Familienleben, Berufsleben und Militärdienst nicht. Eine Verkürzung sei weder im