Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 77 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 44Fedlex · Ergebnisbericht

[Geben Sie Text ein]

Flexibilisierung der WK-Dauer nach den Anforderungen der verschiedenen Truppengattungen erfolgen.

PM fordert auch zukünftig sechs Wiederholungskurse à 19 Tage durchzuführen. Es gebe Gründe sowohl für den zwei- als auch für den dreiwöchigen Wiederholungskurs. Sicher sei aus der Sicht der Truppe, insbesondere derjenigen mit grossem Ausbildungsbedarf (fachtechnische Ausbildung, Kampf der verbundenen Waffen), und / oder mit verhältnismässig hohem Bereitstellungsbedarf (Mechanisierte Truppen) aber ein dreiwöchiger Wiederholungskurs notwendig. Die Lösung mit dreiwöchigen Wiederholungskursen sei viel einfacher und verbessere wesentlich die Bereitschaft.

Der SFwV sieht die Absicht, generell lediglich zweiwöchige Wiederholungskurse vorzusehen, als problematisch an. Einerseits reichen zwei Wochen dem Gros der Truppenkörper nicht aus, um alle Stufen der Grundbereitschaft zu trainieren. Andererseits zeigten insbesondere die Erfahrungen aus den zweiwöchigen Armee 95 Wiederholungskurs, dass die kurze Dauer eine gewaltige Belastung der Einsatzlogistik darstellt. Eine seriöse Materialkontrolle, - bewirtschaftung und -instandhaltung ist in zweiwöchigen Wiederholungskursen nur mässig möglich. Der SFwV unterstützt den Gedanken der SOG, flexible Modelle zu favorisieren, die sich nach den Zielen der jeweiligen Wiederholungskurse orientieren sollen. Die Dienstleistungsmodelle der Armee haben sich primär den Bedürfnissen der Armee und der aktuellen Bedrohungslage anzupassen, nicht den Bedürfnissen der Wirtschaft.

Die SOG und der SUOV fordern ein flexibles WK-Modell, das sich nach den operationellen Zielen und den Ausbildungszielen richtet. Auszugehen sei von einer WK-Dauer von drei Wochen, die flexibel je nach Ziel der Dienstleistung kürzere oder längere Dauern zulässt. Die Erfahrung zeige, dass zwei Wochen für gewisse Truppenkörper ausreichten, um alle Stufen ausreichend in der Grundbereitschaft zu trainieren. Alle Grossen Verbände müssten künftig fähig und so trainiert sein, dass sie in allen Operationstypen bzw. im gesamten Einsatzspektrum und mit allen Arten von Truppenkörpern eingesetzt werden können.

Für die SOG und AVIA sind für die Truppen der Luftwaffe Wiederholungskurse von zwei Wochen ideal. Dies sei mit dem Modell Armee 95 eindrucksvoll bewiesen worden – der Ausbildungsstand habe sich damals kaum von heute unterschieden. Ein flexibles Modell sei aber unbedingt notwendig.

Für den VSWW ist die Verkürzung auf zwei Wochen Wiederholungskurs unbrauchbar, da für eine anspruchsvolle Verbandsausbildung zu kurz. Der VSWW plädiert für ein nach Truppengattung differenziertes WK-Modell und eine stärkere Überlagerung von KVK und Materialfassung. Der VSWW unterstützt die Beibehaltung der sechs Wiederholungskurse, diese seien aber in Serie zu absolvieren, d.h. Dienstverschiebungen müssen die Ausnahme bilden. Diesbezüglich sei die Zentralisierung der Personaladministration zu prüfen.

Für die AA muss die vorgesehene Verkürzung der bislang dreiwöchigen Wiederholungskurse

- zuzüglich dem heute vorgelagerten Kadervorkurs - auf noch zwei Ausbildungs- und Einsatzwochen für die Truppe grundsätzlich hinterfragt werden. Es sei unbestritten, dass der Führungsschulung der Kader gezielt Raum einzuräumen sei. Beim vorliegenden Vorschlag zur WEA müsse jedoch davon ausgegangen werden, dass während der vorgelagerten Kaderausbildungs-Woche parallel auch bereits die materiellen Vorarbeiten für den eigentlichen WK-Teil zu erbringen sein werden, wozu die Führung dem Kader obliegen wird. Dafür dürfte erheblich Personal benötigt werden. In Anbetracht der reduzierten WK-Zahl und der geplanten FDT- Verkürzung beeinträchtigt dies den Erhalt des Ausbildungsstandes generell; die Durchführung grösserer Truppenübungen zur Schulung des Kampfes der verbundenen Waffen wird mit Sicherheit darunter leiden.

Für die AVIA ZH stellen zweiwöchige Wiederholungskurse für die Miliz, insbesondere das Milizkader, eine mit der Wirtschaft verträgliche Lösung dar. Die WK-Dauer sollte jedoch bei der Luftwaffe nach Truppengattung differenziert werden. Erfahrungen aus dem Armee 95- Modell hätten gezeigt, dass für die Truppen der Flab ein Zwei-Wochen-WK tauglich sein könne, allerdings gelte dies nicht unbesehen für die Wiederholungskurse der Flugplatzkommandos.