Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2016/12: Änderung der Energieverordnung (EnV) und der Stromversorgungsverordnung (StromVV) · 21 Seiten

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Überprüfung der Gestehungskosten und der Vergütungssätze von KEV-Anlagen

7 Biomasse (Biogasanlagen)

7.1 Daten und Berechnungsmethode

Gegenstand dieser Analyse sind landwirtschaftliche und gewerblich-industrielle Biogasanlagen. Die Überprüfung basiert auf repräsentativen Modellanlagen, welche vom Verein Biomasse Suisse im Rahmen einer ersten Überprüfung im Jahr 2012 definiert wurden. Somit ist die Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet.

Landwirtschaftliche Co-Vergärungs-Biogasanlagen mit einem maximalen Anteil von 20 % nicht landwirtschaftlicher Co-Substrate sowie grosse gewerblich-industrielle Biogasanlagen im

kontinuierlichen Verfahren zählen zu den am meistverbreiteten Anlagen in der Schweiz. Aus diesem Grund liegt für diese repräsentativen Anlagen eine gute Datengrundlage für die Überprüfung der Gestehungskosten und der Vergütungssätze vor.

Von der Überprüfung ausgenommen wurden Abwasserreinigungsanlagen (ARA), da die

Vergütungsdauer dieser Anlagen mit Revision EnV per 1.1.2014 von 20 auf 10 Jahre gekürzt wurde, ohne die Vergütungshöhe zu korrigieren. Dies alleine hat zu einer deutlichen Senkung der

Gesamtvergütung geführt. Ausserdem werden diese Anlagen mit Inkrafttreten des neuen

Energiegesetzes im Rahmen der Energiestrategie 2050 anstelle einer Einspeisevergütungen nur noch Investitionsbeiträge beanspruchen können.

7.2 Entwicklung der Hauptkosten- und Erlösfaktoren

7.2.1 Mittlere landwirtschaftliche Biogasanlagen mit max. 20 % Co-Substrate

Diese Anlagentypen sind aktuell im Markt sehr verbreitet. Aus diesem Grund liegt eine gute Datenbasis für die Überprüfung vor.

Tabelle 10: Kosten- und Erlösfaktoren für mittlere landwirtschaftliche Biogasanlagen mit max. 20 % Co-Substrate

Kosten- bzw. Erlösfaktoren Entwicklung 2012 - 2015

(1) Volllaststunden

(2) Spezifische Investitionskosten

(3) Spezifische Betriebs- und Unterhaltskosten

(4) Nebenerlöse

(1) Die Volllaststunden sind über die Zeit konstant geblieben. In der Praxis ist jedoch eine grosse

Bandbreite zu beobachten.

(2) Die spezifischen Investitionskosten haben sich zwischen 2012 und 2015 nicht verändert.

(3) Die Betriebskosten wurden im Vergleich zur letzten Überprüfung von 2012 nach oben korrigiert.

Grund dafür sind eine höhere Arbeitsbelastung sowie höhere Kosten für die Beschaffung von energiereichen Co-Substraten. Es ist zu beachten, dass bei Biomassepreisen kurzfristig grosse