Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/28: Bundesbeschluss über einen Rahmenkredit zur Aufstockung des Fonds de Roulement zugunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus · 18 Seiten

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über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit zeigt ebenfalls, dass sich schweizweit der Wohnungsmarkt 2015 entspannt hat7. Die Untersuchung kommt jedoch auch zum Schluss, dass die Situation vor allem in der Zentralschweiz, der Grossregion Zürich, dem Bassin lémanique, der Region um Yverdon-les-Bains sowie in der Region Bern/Thun weiterhin angespannt ist. Auch wird festgestellt, dass sich die Entspannung im Mietwohnungsmarkt bisher auf die teuren Angebote fokussiert und dass der Unterschied zwischen den Marktsituationen je nach Preissegment sehr ausgeprägt ist.

Angespannt Entspannt

Anspannung auf dem Mietwohnungsmarkt – mittleres Marktsegment

Die Mietpreise im Bestand sind trotz des seit 2009 regelmässig gesunkenen Referenzzinssatzes in den letzten Jahren marginal angestiegen (2015 im Jahresdurchschnitt 0,8 Prozent). Auch für Mietparteien, die in der angestammten Wohnung geblieben sind, resultierten nur teilweise Mietzinsreduktionen. Die Angebotsmieten sind in den letzten 5 Jahren im gesamtschweizerischen Durchschnitt um rund 10 Prozent gestiegen.

Besonders die Wohnversorgung von Haushalten mit geringem Einkommen und solchen mit spezifischen Bedürfnissen (ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen etc.) bleibt trotz regionaler Marktentspannung schwierig. Zum Beispiel hat eine kürzlich im Rahmen des „Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut in der Schweiz" durchgeführte Untersuchung gezeigt, dass 84 Prozent aller von Armut betroffenen Haushalte eine unangemessene Wohnsituation kennen. Bei gut vier Fünfteln dieser Haushalte machen die Wohnkosten über 30 Prozent des

7 https://www.bwo.admin.ch/bwo/de/home/Wohnungsmarkt/marktwirtschaftliche-wohnungsversorgung/pfz-wm.htm