Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2018/20: Revision der Zivilstandsverordnung und der Verordnung über die Gebühren im Zivilstandswesen (ZStV; ZStGV): Bundeslösung Infostar und zivilstandsamtliche Behandlung Tot- und Fehlgeborener · 17 Seiten
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Ergebnisbericht Vernehmlassung ZStV und ZStGV («Bundeslösung Infostar»/Fehlgeborene/Gebührensituation)
Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.259391 / 231.1/2018/00002
4.4 Ablehnung der Beurkundung von Fehlgeborenen im Personenstandsregister
Die Beurkundung von Fehlgeborenen im Personenstandsregister lehnen 14 Kantone59 (sechs davon mit einem Verweis auf die Stellungnahme der KAZ60) und fünf Organisationen61 (eine davon mit einem Verweis auf die Stellungnahme des SVZ62) ab.
Vorgebracht wird insbesondere, dass Fehlgeborene keine Rechtspersönlichkeit erlangen und deshalb in der Beurkundung des Personenstandes systemfremd seien; der Vorentwurf werfe so Fragen zu einer generellen Neuregelung der Rechtsfähigkeit im ZGB auf und es bestünden Zweifel bezüglich der gesetzlichen Grundlage auf Stufe ZGB.63 Zudem dürfe es nicht sein, dass die Beurkundung im Personenstandsregister den ganzen Prozess diktiere.64
Insgesamt sei eine stark niederschwelligere Lösung zu bevorzugen.65
4.5 Alternativer Lösungsvorschlag
4.5.1 Ausstellung einer Bestätigung durch das Zivilstandsamt ohne Beurkundung im Personenstandsregister
14 Kantone66 (neun davon mit einem Verweis auf die Ausführungen in der Stellungnahme der KAZ67) und fünf Organisationen68 (eine davon mit einem Verweis auf die Ausführungen in der Stellungnahme der SVZ69) befürworten eine zivilstandamtliche Behandlung Fehlgeborener analog zum deutschen Modell, d.h. mit Ausstellung einer Bestätigung durch das Zivilstandsamt, ohne Beurkundung im Personenstandsregister.
Als Begründung kann exemplarisch zusammengefasst festgehalten werden, dass die Vernehmlassenden die vom Bundesrat gewünschte «möglichst einfache» Lösung auch für die Praxis möglichst einfach umgesetzt sehen möchten.70
4.5.2 Ausweitung des alternativen Lösungsvorschlags auf Totgeborene
12 Kantone71 (neun davon mit einem Verweis auf die Ausführungen in der Stellungnahme der KAZ72) und vier Organisationen73 befürworten eine Ausweitung des alternativen Vorschlags oder zumindest deren Prüfung: Auch Totgeborene sollen von der aktuell geltenden Beurkundung im Personenstandsregister ausgenommen werden. Damit könne der Zivilstandsdienst entlastet werden, ohne das eigentliche Ziel der Statistik aus den Augen zu ver-
59 AG (S. 1); AR (S. 1); BL (S. 2); GR (S. 2); LU (S. 2); NW (S. 2); OW (S. 1); SG (S. 1); SH (S. 1); SO (S. 1); SZ (S. 1); TI (S. 1); UR (S. 1); ZH (S. 1).
60 AR (S. 1); OW (S. 1); SZ (S. 1); TI (S. 1); UR (S. 1); ZH (S. 1).
61 AVZ (S. 1); KAZ (S. 1); KIZ (S: 1); SGemV (S. 1); SVZ (S. 2).
62 SGemV (S. 1).
63 AG S. 1); NW (S. 1); SO (S. 1); KAZ (S. 2).
64 AVZ (S. 1).
65 AG (S. 2); SO (S. 1); AVZ (S. 2); KAZ (S. 1).
66 AG (S. 2); AR (S. 1); BL (S. 2); GR (S. 2); LU (S. 2); NW (S. 2); OW (S. 1); SG (S. 1); SH (S. 1); SO (S. 1); SZ (S. 1); TI (S. 1); UR (S. 1); ZH (S. 1).
67 AR (S. 1); BL (S. 2); GR (S. 2); OW (S. 1); SH (S. 1); SZ (S. 1); TI (S. 1); UR (S. 1); ZH (S. 1).
68 AVZ (S. 1); KAZ (S: 2); KIZ (S. 1); SGemV (S. 1); SVZ (S. 3).
69 SGemV (S. 1).
70 AVZ (S. 2).
71 AG (S. 2); AR (S. 1); BL (S. 2); GR (S. 2); NW (S. 2); OW (S. 1); SH (S. 1); SO (S. 1); SZ (S. 1); TI (S. 1); UR (S. 1) ZH (S. 1).
72 AR; BL; GR; OW; SH; SZ; TI; UR; ZH.
73 KAZ (S. 1); KIZ (S. 1); SGemV (S. 2); SVZ (S. 3).