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Vernehmlassung 2018/36: Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB): Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister · 20 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister

Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.296333 / 231.1/2015/00004

Geschlecht allenfalls bei Erreichen der Volljährigkeit eintragen lassen kann. Zwei (2) Organisationen105 stellen fest, dass die derzeitige fehlende Anerkennung einer dritten Geschlechtskategorie im Personenstandsregister Schwierigkeiten für ausländische Personen mit sich bringt, die im Einwohnerregister mit dem Hinweis «Geschlecht unbestimmt» eingetragen sind.

6.6 Ausdrückliches Verbot chirurgischer Eingriffe an Kindern mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung

Mehrere Vernehmlassungsteilnehmer sorgen sich darum, wie mit Kindern mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung umgegangen wird und fordern insbesondere, dass unnötige chirurgische Eingriffe ausdrücklich verboten106 oder gar strafrechtlich sanktioniert107 werden. Drei (3) Organisationen108 verlangen für diese Fälle zudem eine Wiedergutmachung und insbesondere die Verlängerung der Verjährungsfrist. Eine (1) Organisation109 fordert, dass jegliche medizinische Eingriffe einschliesslich der Hormonbehandlungen bei Minderjährigen verboten werden. Eine (1) andere Organisation110 regt an, ein Recht zu verankern, die medizinische Wahrheit über den eigenen Körper und die vorgenommenen Eingriffe zu erfahren..

6.7 Frist für die Anzeige des Geschlechts von Neugeborenen beim Zivilstandsamt

Ein regionaler Fachverband111 will an der aktuellen 3-tägigen Frist für die Geburtsanzeige mit Geschlechtsangabe festhalten.

Zwei (2) Kantone und einige Organisationen112 unterstützen die Idee, diese Frist in Fällen, in denen das Geschlecht des Neugeborenen nicht direkt festgestellt werden kann, zu verlängern oder auszusetzen. Eine (1) Partei und eine (1) Organisation113 fordern eine klare Regelung dieser Frage.

6.8 Verbot der Offenbarung der Geschlechtsänderung an Dritte

Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmer114 wünschen eine formelle Verankerung des Grundsatzes, wonach die Geschlechtsänderung vertraulich bleiben muss und unberechtigten Dritten nicht offenbart werden darf. Eine (1) Organisation115 möchte dieses Verbot in das ZGB aufnehmen und damit die Pflicht verknüpfen, sämtliche Dokumente der Person (idealerweise kostenlos und unbürokratisch) anzupassen, so auch den Ausländerausweis von Ausländerinnen und Ausländern, deren Heimatstaat die in der Schweiz vorgenommene Geschlechtsänderung nicht anerkennt. Ein (1) Vernehmlassungsteilnehmer116 schlägt vor, in der neuen Be-

105 VSED (S. 1 f.), SSV (S. 3)

106 AG (S. 1), ZH (S. 4); EKF (S. 4), HAZ (S. 1), NEK (S. 4), nonbinary.ch (S. 3), TG Europe et al. (S. 2), VUA (S. 3 f.)

107 AL ZH (S. 3), JGS (S. 2); Agnodice (S. 4), ASS (S. 1 f.), fels (S. 2), FSP (S. 1), GWHF (S. 2), HAB (S. 2), InterAction (S. 15 f.), JuCH (S. 2), Kinderanwaltschaft (S. 7), kf (S. 1), LOS (S. 1), network (S. 3), PH ZH (S. 2), Pink Cross (S. 2), Romanescos (S. 8), selbstbestimmung.ch (S. 2, 6), SGS (S. 2), SKF (S. 3), TdF (S. 1), TGNS (S. 3, 34 f.), Wybernet (S. 1)

108 InterAction (S. 16), Kinderanwaltschaft (S. 7), TGNS (S. 35 f.)

109 Zukunft CH (S. 6)

110 TGNS (S. 35)

111 AVZ (S. 2)

112 BS, ZH (S. 4); SVZ (S. 2), FZ ZH (S. 4), selbstbestimmung.ch (S. 6), Swiss Academies (S. 1)

113 BDP (S. 1 f.); NEK (S. 3)

114 JGS (S. 2); Agnodice (S. 3), EKF (S. 4), fels (S. 2), FGA LGBT (S. 7), FSP (S. 1), GWHF (S. 2), HAB (S. 2), HAZ (S. 1), JuCH (S. 2), kf (S. 1), LOS (S. 1), network (S. 2), NGONG (S. 2), PH ZH (S. 2), Pink Cross (S. 1), Romanescos (S. 8), SGS (S. 2), TG Europe et al. (S. 5), TGNS (S. 2, 24), Wybernet (S. 1)

115 TGNS (S. 2, 24 f., 32)

116 ZHdK (S. 1)