Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2022/43: Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur Perspektive BAHN 2050 · 98 Seiten
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Die ersten Ergebnisse der Vorstudie liegen seit Herbst 2021 vor. Vertiefungsstudien zum Rollmaterial in Verbindung mit der Kombination von starken Steigungen und hohen Geschwindigkeiten wurden gestartet, um die Machbarkeit der Massnahme zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Vertiefungen soll es ermöglichen, die Schlussfolgerungen der Vorstudie zu konsolidieren und die beste Trassenvariante zu bestimmen. Parallel dazu werden alternative und ergänzende Lösungen gesucht, mit denen die Anforderungen des Mandats erfüllt werden können, d.h. ein Viertelstundentakt mit einer Fahrzeit* von weniger als 15 Minuten zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds.
Lausanne–-Genf
Damit das im Rahmen des Ausbauschritts 2035 geplante Angebot gefahren werden kann, sind verschiedene Infrastrukturen notwendig, insbesondere zwischen Morges und Allaman. Die Vorstudie hat ergeben, dass eine umfassendere langfristige Vision der Achse Lausanne–Genf nötig ist, um die Aufwärtskompatibilität der Massnahmen des Ausbauschritts 2035 mit einer langfristigen Vision von vier Spuren zwischen Lausanne und Genf zu prüfen. Zu diesem Zweck wird eine prospektive Studie durchgeführt, mit der die möglichen Lösungen für die Verdoppelung der Spuren der Linie Lausanne–Genf untersucht wird. Diese Studie wird im Sommer 2022 abgeschlossen.
Im November 2021 führte eine Absenkung unter den Bahngleisen auf der Höhe von Tolochenaz zu einem mehrtägigen Totalunterbruch des Bahnverkehrs auf der Achse Lausanne–Genf. Nach diesem Vorfall hat das BAV eine neue Vorstudie in Auftrag gegeben, um die Rahmenbedingungen für die Umsetzung eines Projekts aufzuzeigen, das vier durchgehende Gleise zwischen Morges und Allaman vorsieht. Parallel dazu wurden die Postulate 21.4366 und 21.4518 angenommen. Die Botschaft des Bundesrates des vorliegenden Geschäftes wird über die prospektive Studie Lausanne–Genf und die Vorstudie «Integraler Vierspurausbau Morges–Allaman» berichten.
RhB Massnahme Prättigau
Für die Fahrplanstabilität und Fahrzeitverkürzung ist im Bereich Fideris eine Neutrassierung im Tunnel vorgesehen.
Im gleichen Perimeter ist im Programm Netzfertigstellung der Nationalstrassen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) eine Verkehrstrennung zwischen Nationalstrasse und Lokalstrasse im Abschnitt Jenaz–Dalvazza vorgesehen. Daher lässt sich der Bahnausbau nur mit einem rund 1,4 Kilometer langen Bahntunnel realisieren. Die geologischen Untersuchungen zeigen, dass aufgrund von ungünstigem Baugrund mit Mehrkosten gerechnet werden muss.
Machbarkeitsstudie Grimselbahn
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verfolgt die Absicht, die Koordination verschiedener Infrastrukturen mit der Bündelung von Übertragungsleitungen mit Nationalstrassen und Eisenbahnstrecken zu verbessern. Das Projekt der Swissgrid für die Erneuerung und Spannungserhöhung der Höchstspannungsleitung über den Grimselpass befindet sich zurzeit im Sachplanverfahren des Bundes.13 Auf Gesuch der Grimselbahn AG wurde im Jahr 2020 durch das BAV eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines multifunktionalen Tunnels in Auftrag gegeben. Als Zwischenergebnis dieser Studie kann festgehalten werden, dass
13 Sachplan Übertragungsleitungen [SÜL], Objektblatt 203, Innertkirchen – Ulrichen.