Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2022/43: Bericht zum Stand der Ausbauprogramme für die Bahninfrastruktur mit Änderungen an den Bundesbeschlüssen und zur Perspektive BAHN 2050 · 98 Seiten
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Ausbauschritt 203512 ist aufgrund des beabsichtigten Vollausbaus des LBT anzupassen.
Anpassungsbedarf am Verpflichtungskredit
Die oben dargelegten grossen Projektanpassungen und der beabsichtigte Entscheid, den Lötschberg-Basistunnel vollständig fertigzustellen (s. auch Ziff. 2.1.7), führen dazu, dass der Verpflichtungskredit anzupassen ist.
Tabelle 1 Anpassung Verpflichtungskredit AS 2035 (Preisbasis Oktober 2014, ohne Teuerung und Mehrwertsteuer)
Verpflich- Beantragte An-Verpflichtungskredit tungskredit passung nach Anpassung (in Mio. Fr.) (in Mio. Fr.) (in Mio. Fr.)
Zimmerberg-Basistunnel II +300
Vierspurausbau Zürich–Winterthur +80
(Brüttenertunnel)
4. Gleis im Bahnhof Stadelhofen +100
Vollausbau Lötschberg-Basistun- +500
nel
Total AS 2035 12 890 +980 13 870
Anpassungsbedarf am Bundesbeschluss über den Ausbauschritt 2035
Neben dem Vollausbau des LBT führt eine weitere Projektänderung zu einer Anpassung des Bundesbeschlusses über den AS 2035.
Bei der Frauenfeld–Wil-Bahn (gehört seit dem 1. Januar 2021 zur Appenzeller Bahnen AG) wurde in Absprache mit der Bahn und den Kantonen eine Anpassung der beschlossenen Ausbaumassnahmen vorgenommen. Der in der Botschaft zum AS 2035 vorgesehene integrale Viertelstundentakt zwischen Frauenfeld und Wil bedingt mehrere Kreuzungsstellen und Streckenertüchtigungen. Die Projektierung hat gegenüber der bisherigen Kostengrundlage voraussehbare Mehrkosten von 24 Millionen Franken aufgezeigt. Daher wurde beschlossen, dass der bestehende Halbstundentakt nur in den Hauptverkehrszeiten verdichtet und auf den integralen Viertelstundentakt verzichtet werden soll. Dies ist ohne neue Infrastruktur umsetzbar. Die geplante Haltestelle Wil West soll hingegen realisiert werden.
Weitere Entwicklungen von ausgewählten Projekten Bern–Neuenburg–Le Locle: Kapazitätsausbau und Beschleunigung (Ligne directe)
Auf Beschluss des Parlaments wurde das Modernisierungsprojekt der Linie Neuenburg – La Chaux-de-Fonds durch eine Direktverbindung ersetzt. Für diese Variante soll ein Tunnel zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds gebaut werden. Bei Cernier ist ein Kreuzungspunkt mit einem Bahnhof vorgesehen, der die Gemeinde Val-de-Ruz erschliessen soll. Der Kanton Neuenburg hat sich verpflichtet, den Bau dieses Bahnhofs zu finanzieren. Das Trassee der historischen Linie zwischen Neuenburg und Corcelles-Peseux wird weiterhin für die Neuenburger S-Bahn genutzt, während der Rest der Strecke zurückgebaut wird.
12 BBl 2019 4555