Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 110 Seiten
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mik unabdingbar. Um den kulturpolitischen Dialog zu fördern, wird das BAK nach vierjährigem Unterbruch erneut Veranstaltungen zu Themen von gesamtschweizerischem, kulturpolitischem Interesse unterstützen.
5.6.2 Statistik und Monitoring
Ausgangslage
In den vergangenen Jahren hat der Bund die Datenlage zum Kulturleben in der Schweiz laufend ausgebaut. Seit der Förderperiode 2016–2020 haben das BAK und das BFS neue Statistiken zu Museen, Denkmalpflege und Kulturwirtschaft aufgebaut und bestehende Statistiken zu Kulturfinanzierung, Kulturverhalten, Film und Bibliotheken verbessert. Die seit 2014 jährlich erscheinende Taschenstatistik des BAK fasst jeweils die wichtigsten Zahlen zusammen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig aussagekräftige Indikatoren zum Kulturleben für die Steuerung der Kulturpolitik sind.
Zugänglichkeit zu Daten ist ein zentrales Ziel der «Digitalen Strategie» des Bundes.91 Diese verlangt, dass Daten, welche durch die öffentliche Hand produziert oder in ihrem Auftrag erhoben werden, grundsätzlich als «Open Government Data» in offener und maschinenlesbarer Form veröffentlicht werden. Dieses Ziel wird in der für die zentrale Bundesverwaltung verbindlichen «Open Government Data (OGD)»-Strategie (2019–2023)92 konkretisiert.
Anpassungen in der Periode 2025–2028
In der Förderperiode 2025–2028 will der Bund das Monitoring zur Kultur in der Schweiz ausbauen:
– Anhand geeigneter Kennzahlen soll die Entwicklung des Kultursektors dargestellt und somit eine Grundlage für eine evidenzbasierte und zielorientierte Kulturpolitik geschaffen werden. Zu diesem Zweck müssen Administrativdaten besser genutzt und die bestehenden Kulturstatistiken gegebenenfalls ergänzt werden.
– Die vom Bund erhobenen Daten sollen dem Publikum im Sinne der OGD-Strategie zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig sollen die Prinzipien der OGD-Strategie auch in Leistungsvereinbarungen mit Partnerorganisationen verankert und Anreize für Kulturinstitutionen geschaffen werden, ihre Zahlen offen und einheitlich zu kommunizieren.
5.6.3 Internationale Kulturpolitik
Der Bund setzt sich aktiv für die Vermittlung von kulturellen Werten und Kultur im Ausland ein. Die internationale Zusammenarbeit im Kulturbereich erfolgt durch das Zusammenspiel verschiedener institutioneller Akteure auf Bundesebene (BAK, Pro Helvetia sowie EDA mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Präsenz Schweiz und dem Bereich UNO im Staatssekretariat). In spezifischen Aufgabenbereichen sind weitere Bundesstellen involviert, wie z. B. das EFD mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG bei
91 Strategie «Digitale Schweiz». Abrufbar unter: www.bakom.admin.ch > Digitale Schweiz und > Internet Digitale Schweiz.
92 Abrufbar unter: www.bfs.admin.ch > Dienstleistungen > Open Government Data (OGD) > Strategie 2019-2023.