Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2008/40: Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Elterliche Sorge) und des Schweizerischen Strafgesetzbuches (Art. 220) · 18 Seiten
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Zwei Vernehmlassungsteilnehmer verlangen eine zusätzliche Bestimmung, die sicherstellt, dass die Mutter und das Kind in jedem Fall von der Anerkennung erfahren und diese verhindern können, unter Vorbehalt, dass sich die Betroffenen anschliessend ans Gericht wenden können (GE / Uni GE).
Systematik
Vorgeschlagen wird eine neue Systematik. So sollen die Bestimmungen über die elterliche Sorge im Titel über die Wirkungen des Kindesverhältnisses, mit Verweisen im Ehe- und Scheidungsrecht (GE / CVP / CROP, GeCoBi, Uni GE) platziert werden.
Terminologie
Es werden verschiedene terminologische Änderungen vorgeschlagen:
- Statt vom "Kindeswohl" ("le bien de l'enfant") sollte entweder vom "vorrangigen Interesse und den Bedürfnissen des Kindes" ("l'intérêt supérieur et les besoins de l'enfant") (CROP) oder vom "vorrangigen Interesse des Kindes" ("l’intérêt supérieur de l'enfant") gesprochen werden, um so im Einklang mit dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes zu sein (NE / IUKB), oder von der "Einigkeit der Eltern" (GeCoBi).
- Statt von "Obhut" ("garde de fait") sollte vom "Recht auf Betreuung" ("droit d'hébergement") gesprochen werden (SSI).
- Der Begriff der "elterlichen Sorge ("autorité parentale") sollte durch jenen der "elterlichen Verantwortung ("responsabilité parentale") ersetzt werden (CROP, GeCoBi, männer.ch, SSI, Unil, Uni GE).
- Anstelle von "Besuchsrecht" ("droit de visite") sollte vom "Anspruch auf Umgang" ("droit aux relations personnelles" oder "prise en charge") (MS, SSI, oder (GeCoBi) gesprochen werden.
- Der Begriff "Sorgerecht" sollte durch "Sorgepflicht" (MS, SVAMV); "Unterhaltspflicht" durch "Unterhaltsrecht"; "Entzug" durch "Zuteilung der elterlichen Sorge" (SVAMV) ersetzt werden.
3.2 Strafgesetzbuch (art. 220)
3.2.1 Grundsätzliche Zustimmung
Die Revision wird, hauptsächlich aus Gründen der Gleichbehandlung, gutgeheissen von 17 Kantonen (AI, AR, BL, GE, GL, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG, UR, VD, VS, ZG), 3 politischen Parteien (EVP, FDP, KVP) und 10 Organisationen (CROP, GeCoBi, männer.ch, MS, SAV, SBLV, SVBK, SVR, Unil, VSAV).
3.2.2 Grundsätzliche Ablehnung
Die Revision von Artikel 220 des Strafgesetzbuches (StGB) wird abgelehnt von 7 Kantonen (AG, BE, BS, GR, NE, SZ, ZH), 4 politischen Parteien (CSP, CVP, GPS, SP) und 21 Organisationen (alliance F, as, DJS, EKF, EKFF, EKKJ, FSP, MMI, PF, PAS, pro juventute, SGB, SKG, SKF, SKS, SSI, SVAMV, svf, Uni GE, VBK, VFG).
Begründet wird die Ablehnung wie folgt: