Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/10: Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung · 26 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 17Fedlex · Ergebnisbericht
Anhörung zur Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung
• Gemäss BCH muss transparenter aufgezeigt werden, was den „Mehrwert“ des nächsthöheren Ni-
veaus gegenüber dem vorhergehenden ausmacht. Es wäre deshalb hilfreich, wenn bei jeder Niveaustufe ersichtlich wäre, welches die Änderungen zur vorhergehenden Stufe sind.
• Gemäss SGB könnten sich die Transferkompetenzen auf die personalen Kompetenzen beschrän-
ken.
• Der SAV möchte sicherstellen, dass auch Berufe, bei welchen die personalen Kompetenzen zu
den prozeduralen Fertigkeiten gehören, bei der Einstufung nicht benachteiligt werden. Diesbezügliche Fragen stellen sich etwa im Bereich Gastgewerbe oder Gesundheit.
• Curaviva bemängelt, dass die Graduierung und die Beschreibungen hauptsächlich in den letzten
drei Stufen noch nicht stimmig seien. Anleiten, Lehren und Beraten seien Tätigkeiten, welche auf diesem Niveau der Berufsausübung zunehmend eine Rolle spielen und im Beschrieb fehlen. Dass hingegen das Setting (internationale Gesellschaft/wissenschaftliche Gemeinschaft) skizziert wird, sei unpassend.
• CVAM bemängelt, dass der NQR-CH nicht mit den Qualifikationsrähmen der benachbarten Län-
der kompatibel sei.
• FER hätte einen Rahmen mit 5 Niveaus begrüsst.
• Hotelleriesuisse bemängelt, dass die überfachlichen Kompetenzen wie interkulturelle Kompeten-
zen, Teamfähigkeit oder Zeitmanagement in diesem Modell nicht erfasst würden. Personale Kompetenzen sollten zudem den prozeduralen Fertigkeiten und nicht den Transferkompetenzen zugeordnet werden. Der Begriff „personal“ sei durch einen passenderen Begriff zu ersetzen, da dieser Terminus je nach Branche unterschiedlich besetzt ist und daher in der Umsetzung zu Missverständnissen führen kann. Zudem sollte die „employability“ in den Kompetenzen berücksichtigt werden und das ePortfolio nebst dem NQR-CH in die Konzeption einbezogen werden.
• Savoirsocial bemängelt, dass die Abstufungen zwischen den Niveaus teilweise unterschiedlich
ausfallen. Während bei einigen Niveaus vom vorherigen zum nächstfolgenden keine oder nur geringe Differenzen ersichtlich seien (z.B. bei den Kenntnissen von Niveau 1 und 2 sowie bei den Sozialkompetenzen von Niveau 3 und 4), wären bei anderen Niveaus grosse Unterschiede auszumachen. Dies vor allem ab Niveau 5. Savoirsocial ist zudem der Meinung, dass bereits in den Niveaus 1-3 die Führungskompetenzen erwähnt werden sollten (im Sinne von „nicht vorhanden“). Ebenfalls sei ab Niveau 4 die Rede von „anderen Personen“ bzw. „Arbeitskräfte“. Es stelle sich die Frage, ob hier nicht konkreter von „gleichqualifizierten“ bzw. „tiefer qualifizierten“ Personen bzw. Arbeitskräften gesprochen werden müsste. Um das wichtige Ziel der intereuropäischen Vergleichbarkeit zu erreichen, sei zudem ein guter Abgleich des NQR-CH mit dem EQR unerlässlich. Teilweise sieht Savoirsocial in der jetzigen Version des NQR-CH noch einige Differenzen zum EQR. Beispielsweise erscheinen im NQR-CH die thematisch verwandten Fachgebiete bereits ab Niveau 5, während beim EQR erst ab Niveau 7 von einer vergleichbaren „Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen“ die Rede ist. Insgesamt seien die Niveaus zwischen EQR und NQR-CH nicht kongruent: Die Anforderungen im NQF seien (zum Teil deutlich) höher angesetzt als im EQR. Zudem könne noch stärker auf das Vokabular des EQR zurückgegriffen werden: z.B. „grundlegende“ anstatt „einfache“ Fachkenntnisse (Niveau 1 und 2), „fortgeschrittene“ statt „umfassende“ Fachkenntnisse (Niveau 6), etc.
• Die CRUS beantragt in den Niveaus 6-8 die ersatzlose Streichung von folgenden Phrasen: „oder
Forschungsbereiche“ (in der Kategorie Kenntnisse: Wissen) und „oder Forschungskontextes“ (in der Kategorie Kenntnisse: Verstehen).
• GE bemängelt die französische Übersetzung des NQR-CH und hat konkrete Vorschläge für eine
Verbesserung der französischen Version (CNC-CH). Die Vorschläge werden hier nicht aufgeführt; sie können in der Stellungnahme von GE nachgelesen werden. Auch FER fordert eine Verbesserung der französischen Übersetzung.
• NE fordert, dass im CNC-CH der Terminus „diplôme“ durch „titre“ ersetzt wird.
512.164/2011/07633 \ COO.2101.108.5.428189 17/26