Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/84: Revision der Stromversorgungsverordnung (StromVV) · 13 Seiten

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Grafik 2: Berechnung des WACC

Risikoloser Zinssatz für das Eigenkapital

+ Eigenkapital- EK-Anteil

kostensatz x

Unlevered Beta Marktrisikoprämie

x Entschädigung des

x Gewichteter

system. Risiko EK-Satz

Leverage

zu Marktwerten Levered Beta Eigenkapital + WACC Fremdkapital

Risikoloser Zinssatz für das Fremdkapital

Gewichteter

FK-Satz

+

Fremdkapital- FK-Anteil

Bonitätszuschlag inkl. Emissions- kostensatz x

und Beschaffungskosten

Vergütung des Eigenkapitals: Das unlevered Beta bezeichnet das Geschäftsrisiko eines Unternehmens, wenn dieses zu 100 Prozent mit Eigenkapital finanziert wäre. Das levered Beta ergibt sich aus der Multiplikation des unlevered Beta mit einem Leveragefaktor, der über den EK-Anteil von 40 Prozent bestimmt ist (Leverage zu Marktwerten). Das levered Beta wird mit der Marktrisikoprämie multipliziert. Das Ergebnis stellt die finanzielle Entschädigung für das systematische Risiko dar. Diese Grösse wird zum risikolosen Zinssatz für das Eigenkapital hinzu addiert. Das Resultat - der so genannte Eigenkapitalkostensatz - wird mit dem Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital multipliziert. Das ist visualisiert im oberen Teil der Grafik.

Vergütung des Fremdkapitals: Hinzuzurechnen ist die Vergütung des Fremdkapitals, visualisiert im unteren Teil der Grafik. In diesem Teil der Berechnung wird zum risikolosen Zinssatz für das Fremdkapital ein Bonitätszuschlag (inklusive einem pauschalen Ansatz für die Emissions-und Beschaffungskosten) hinzugerechnet. Der resultierende Fremdkapitalkostensatz wird mit dem Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital multipliziert.

Der WACC ergibt sich aus der Summe der gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze.

Änderungen und Erläuterungen

Die bisherige Methode führt zu einem im internationalen Vergleich eher niedrigen und zu einem eher volatilen Verlauf des WACC. Vor den Anforderungen der Energiestrategie 2050 ist zu fragen, ob der jetzige WACC geeignet ist, die geforderten Investitionen wirtschaftlich nachhaltig zu sichern. Bis 2050 betragen die notwendigen Investitionen (wie schon weiter oben ausgeführt) aus derzeitiger Sicht im Verteilnetz ca. 3.9 bis 12.6 Mrd. CHF und im Übertragungsnetz ca. 2,5 Mrd. CHF. Die aktuelle Methode soll vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 angepasst werden, um den damit verbundenen Herausforderungen einer marktgerechten Abgeltung von Investitionen nachzukommen.

Die wesentlichen Eigenschaften des neuen Ansatzes sind wie folgt zu sehen:

• Es wird eine Glättung bei den zentralen Risikoparametern bewirkt, um die Volatilität der Eigenkapitalkosten zu verringern.

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