Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 77 Seiten

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Ausbildungschef explizit damit beauftragt, die innere Führung und die grundlegenden Prinzipien der Militärethik inklusive Diversity-Guidelines durchzusetzen. Die SP unterstützt die deutliche Senkung der Anzahl höherer Stabsoffiziere.

Der SGV lehnt die die Schaffung einer gesonderten Ausbildungsorganisation entschieden ab. Sie habe in der Praxis eine Verdopplung der Armeestrukturen zur Folge. Darin seien Verteilungskämpfe um Leistungen und Finanzen vorprogrammiert. Die gesamte, konsistente und kohärente Führung der Armee werde damit erschwert und die Milizquote in der Führung weiter gesenkt. Ausbildungsformationen seien ein Fremdkörper im System. Einsatzführung sei nur möglich, wenn der Kommandant selber die Ausbildung seiner Truppe im Sinne der Doktrin und der geltenden Vorgaben sicherstelle. Nur dadurch könne die Einheit der Führung gewährleistet werden, das bedeute, die kohärente und konsistente Führung in Ausbildung, Einsatz, Bereitschaft und Operationen.

Die AUNS verlangt eine Straffung und Vereinfachung der Führungsstrukturen der Armee. Der grosse Mangel an strategischem Denken, Handeln und Führen in Armee und Bundesverwaltung sei durch die Wiederaufwertung von Aufgabe und Stellung des Stabschefs Operative Schulung zu mildern.

Die AWM befürwortet die Trennung der Führungsstruktur der Armee zwischen Ausbildung, Einsatz und Unterstützung. Die Führungsstruktur sei aber primär auf die Führung von subsidiären Aufgaben ausgerichtet und beachte die Führungsbedürfnisse bei einer Eskalation der Lage in Richtung Verteidigung zu wenig. Die Struktur sollte dahingehend überprüft werden, dass sie beiden Aufgaben Rechnung trage.

CH würdigt die erneute Einsetzung eines Ausbildungschef positiv. Zweifel regen sich, ob die Struktur des Ausbildungsbereichs dem immer wieder verbal hochgehaltenen Milizprinzip entspricht. Bedenken weckt unter diesem Aspekt insbesondere, dass die Milizof Ausbildung nicht direkt dem C Ausb untersteht und der C Pers der Armee nicht (mehr) zum Stab des CdA gehört.

PL hält die in der Führungsstruktur vorgesehene Trennung zwischen Ausbildung, Einsatz und Unterstützung für sinnvoll. Die vorliegende Führungsstruktur sei aber primär auf die Führung von subsidiären Aufgaben ausgerichtet und beachte die Führungsbedürfnisse bei einer Eskalation der Lage in Richtung Verteidigung zu wenig. Die Struktur sollte dahingehend überprüft werden, dass sie beiden Aufgaben Rechnung trage.

Für PM sehen die Führungsstrukturen der Armee gemäss WEA auf den ersten Blick mit der klaren Trennung der Bereiche CdA – Ausbildung – Einsatz – Unterstützung einfach und sinnvoll aus. Sie vermögten jedoch bei einer detaillierten Analyse keinesfalls zu überzeugen. Die Strukturen seien zu sehr auf die Führung von einfachen, subsidiären Aufgaben – das heisst für die „Schönwetterlage“ – ausgerichtet und vernachlässigen die Führungsbedürfnisse bei allfälliger Eskalation der Lage. Das zentralistische Grossgebilde „Kommando Operationen“ stelle eine Armee in der Armee dar. Die Führungsstruktur sei wesentlich zu vereinfachen. Es seien zwei kleinere Armeekorps (Ost und West) mit je zwei Infanterie und einer Panzerbrigade zu bilden. Die Kdt der Armeekorps seien direkt dem CdA zu unterstellen. Die Einführung eines Ausbildungschefs wird grundsätzlich begrüsst. Die Eingliederung des J1 sei verständlich. Die Personalunion C HKA und SCOS sei falsch und verkenne die ursprüngliche Aufgabe des SCOS.

Für den SFwV sind die vorgeschlagenen Strukturen grundsätzlich nachvollziehbar. Der SFwV kann sich jedoch vorstellen, dass sich vor allem ältere, ehemalige Angehörige der Armee in dieser Organisation nicht wiederfinden und somit der WEA emotional geprägten Widerstand leisten werden.

Der SFwV nimmt erfreut zu Kenntnis, dass mit der vorgeschlagenen Gliederung der Ausbildung besonderes Augenmerk zufällt. Es sei absolut folgerichtig, dass die Ausbildung wieder zentral angesteuert werden muss. Ebenso positiv erachtet der SFwV, dass die Personalführung nicht mehr den jeweiligen Lehrverbänden obliegt, sondern — ähnlich der ehemaligen Untergruppe Lehrpersonal — dem Verantwortungsbereich des Chefs Ausbildung überstellt wird.