Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 77 Seiten

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Die SOG und der SUOV fordern eine Klärung der Kopfstruktur, die einige Unklarheiten aufweise und deren Logik unklar bleibe. Das tatsächliche Ziel dieses Organisationsmodells bleibt unklar. Die SOG und der SUOV hinterfragen die Reduktion der Anzahl höherer Stabsoffiziere und den konkreten Grund dieser Reduktion. Inf und MP Bat seien in Brigaden im Heer einzuordnen; das Personelle der Armee und der MND gehörten in den Armeestab; das Kommando Spezialkräfte gehörte als Element mit hoher Grundbereitschaft zum Chef Operationen.

Für die SOG und AVIA wird sich die Ausbildung der Fliegerabwehr mit BODLUV 2020 verändern. Da die Systeme autonom sein würden, werde der heute bekannte Flab-Soldat, welcher seine Waffe einsetzt, nicht mehr nötig sein. Was es noch brauche, seien Wartungssoldaten, welche die Systeme aufstellen und einsatzbereit halten, sowie Flab-Of welche die Systeme ab Kommandoposten oder Einsatzzentrale einsetzen. Es sei daher zu prüfen, ob die Ausbildung beim Ausbildungskommando sinnvoll sei – der Flab-Of der Zukunft dürfte wie der Pilot eine RS bei irgendeiner Truppengattung machen und dann bei der Luftwaffe als Spezialist ausgebildet werden.

Die SOG und AVIA sind überzeugt davon, dass die Matrixorganisation (FUB und Log) für Krisen und Notfallsituationen untauglich ist. Der militärische Grundsatz „Ein Raum ein Chef“ sei nicht gegeben und die schon früher gemachten Anpassungen dienten lediglich der wirtschaftlichen Verträglichkeit. Es seien deshalb Vorkehrungen zu planen, diesen Fehler mit weiteren organisatorischen Anpassungen mittelfristig, wenn die Mittel dazu bereitgestellt werden können, wieder Rückgängig zu machen.

Die AA befürwortet die "Kopfstruktur" untergliedert in die Bereiche Ausbildung, Einsatz und Unterstützung, welche dem Chef der Armee direkt unterstellt sind. Hingegen sei die Gliederung innerhalb des Bereichs Einsatz zu überprüfen. Die Unterstellung von Infanterie-Truppenkörpern unter die vier Territorial-Regionen akzentuiert die Ausrichtung auf subsidiäre Einsätze. Den Ter Reg Kommandanten obliege jedoch auch die Ausbildung dieser Truppe für den Verteidigungsfall. Solches jedoch dürfte die Fähigkeit dieser Kommandostufe überfordern. Diese Aufgabe und Verantwortung oblag bis zur Armee 95 den jeweiligen Kommandanten der Kampf-Divisionen.

Für die AVIA ZH birgt die vorgeschlagene Kopfstruktur Risiken. Der Kommandant der Luftwaffe benötige für die Erfüllung seiner Aufgaben sämtliche notwendigen Mittel und Ressourcen, um das Tagesgeschäft autonom führen und seine Mittel zum Einsatz bringen zu können. Dies beinhalte insbesondere auch die Forderung nach einem führungsfähigen Luftwaffenstab, der sowohl auf militärstrategischer als auch auf operativer und taktischer Stufe den Kdt LW unterstützen können muss. Bei der Ausgestaltung des Operationskommandos sei entsprechend nicht eine eigenständige (und damit redundante) "air cell" aufzubauen, sondern Zurückhaltung zu üben. Die vorgeschlagene Reduktion der Generalsränge ist aus Sicht der AVIA ZH nicht zwingend notwendig. Bei der vorgeschlagenen Lösung sei die Aussenwirkung (beispielsweise im internationalen Auftritt) nicht zu unterschätzen. Zudem sollte sie dem Quervergleich innerhalb der Schweizerischen Armee besser standhalten. Es bestünden unnötige und unverständliche Rangunterschiede, die sich in einer militärischen Struktur erheblich auswirken könnten. Für die AVIA ZH ist es entscheidend, dass alle Kompetenzen (Ausbildung und Einsatz) der dritten Dimension dem Kommando der Luftwaffe unterstellt sind. Die Synergien des LVb Flab mit dem Ausbildungs und Trainings Kdo Fl (inkl. FULW) seien erheblich grösser als in einem gemischten LVb FU/Flab).

Für das CRDC sind im Hinblick auf die Kaderproblematik die Strukturen der Stäbe der Grossen Verbände generell zu vereinfachen und auf das Wesentliche zu beschränken. Die Bezeichnung „Heer“ für eine bessere Kampfdivision sei ein Semantikfehler und Sand in die Augen gestreut. Der letzte Satz der Ziffer 5.2 sei zentral, aber die Mittel dafür fehlten.

Das FC beurteilt eine Matrixorganisation (FUB und Log) als wenig krisen- und notfalltauglich und würde entsprechende organisatorische Anpassungen begrüssen.

Für die GGstOf ist es an der Zeit, das Prinzip festzuhalten, wonach der Kdt Heer in einem Einsatzfall der Joint Force Commander (JFC) ist. In diesem Fall muss aber der Kdt Heer auch über einen taktischen Stab verfügen, der ihn dazu befähigt, die Rolle des Joint Forces