Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2015/35: Urheberrechtsgesetz (URG) · 100 Seiten

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einen Marktanteil von 60 bis 75 Prozent149. Bei Amazon liegt der Anteil bei rund

20 Prozent. Demzufolge kann davon ausgegangen werden, dass fast 90 Prozent der Downloads Mehrfachlizenzen beinhalten. Für die zusätzlichen Speicherungen ist aber darüber hinaus die Leerträgervergütung geschuldet. Diese Doppelzahlung wird durch die Neuregelung künftig vermieden. Eine Studie zum Aufnahmeverhalten der Besitzer von Handys zeigt, dass rund ein Viertel der Daten auf einem Handy von einem PC stammen oder direkt aus dem Internet kommen150. Bei rund 70 Prozent der Daten dürfte es sich um Musik handeln151. Davon ist knapp 10 Prozent bezahlte (d.h. lizenzierte) Musik direkt aus dem Internet152. Der Anteil der auf ein Handy kopierten Musik, die einer Doppelzahlung unterliegt, beträgt somit rund 8 Prozent. Schranke für die Verwendung zu wissenschaftlichen Zwecken Eine monetäre Bewertung der Auswirkungen ist nicht möglich. Die Folgen für die Urheber dürften jedoch gering sein, da TDM Handlungen nur in Bezug auf

149Vgl. z.B. http://www.zdnet.de/88159483/analyst-itunes-kommt-bei-digitaler-musik-auf-

einen-marktanteil-von-74-prozent/ (Seite besucht am 30.07.2015) oder

http://www.macprime.ch/news/article/itunes-store-hat-60-marktanteil-in-der-schweiz (Seite besucht am 30.07.2015). Weitere wichtige Anbieter im Schweizer Markt sind Amazon und Exlibris.

150Vgl. SPICHIGER-CARLSSON, PETER / IMHOF, STEPHANIE, Aufnahmeverhalten der Besitzer

von Handys, Zürich (2011), gfs. Zwei Drittel der Daten auf einem Handy sind selbst gemacht (Fotos). Die restlichen 10 % werden nicht weiter spezifiziert.

151Es ist davon auszugehen, dass es sich bei denjenigen Daten auf einem PC, die ab

Datenträgern wie CDs sowie aus dem Internet stammen, hauptsächlich um Musik handelt. Gemäss einer Umfrage (vgl. Fn 150) kommen rund 70 % der Daten auf einem PC aus diesen Quellen, namentlich 40 % ab CDs und dergleichen sowie 30 % aus dem Internet. Bei einem Teil dürfte es sich auch um audiovisuelle Daten handeln. Der genaue Anteil geht aus den vorliegenden Angaben aber nicht hervor.

152Insgesamt werden rund 14 % der Daten auf einem Handy vom PC überspielt und 10 %

stammen direkt aus dem Internet. Der grösste Teil der restlichen Daten machen mit dem Gerät selbst gemachte Fotos aus. Rund 70 % der Daten, die vom PC überspielt werden, und rund 67 % der Daten, die direkt vom Internet heruntergeladen werden, dürften Musik sein. Insgesamt stellen also knapp 70 % der vom PC oder vom Internet bezogenen Daten Musik dar. Davon stammen rund 10 % aus direkt über das Internet lizenzierten Quellen. Wird davon ausgegangen, dass beim Kauf über das Internet Fünferlizenzen erworben werden, und wird berücksichtigt, dass nur die erste lizenzierte Kopie von der

Leerträgervergütung ausgenommen ist, heisst das, dass für vier Fünftel dieser 10 % doppelte Lizenzgebühren bezahlt werden. Dementsprechend müsste für 8 % der direkt vom Internet heruntergeladenen Musik die Leerträgervergütung angepasst werden.

In tabellarischer Darstellung:

Quelle der In % der Daten Anteil Musik Umrechnung in gleiche

Daten ab PC und Grössenordnung, um PC- und Internet Internet-Anteil vergleichbar zu machen

ab PC: 14% = 58% 70% 70% von 58%

= 40%

ab Internet: = 41% 67% (46% 46% von 41%  60% nicht 10% nicht lizenziert, = 20% lizenziert 21% lizenziert) 21% von 41%  knapp 10% = 9% direkt lizenziert Quelle: SPICHIGER-CARLSSON, PETER / IMHOF, STEPHANIE, Aufnahmeverhalten der Besitzer von Handys, Zürich (2011), gfs.