Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/73: Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 (AS 2030/35) · 95 Seiten

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AS 2030/35

Wichtigste Ergebnisse der Bedarfsanalyse für den Personenverkehr

Die Bedarfsanalyse für den Personenverkehr (Abbildung 5) zeigt für den Zeitraum 2030 die deutlichsten Kapazitätsengpässe bzw. Überlasten auf der West-Ost-Achse in den Räumen Arc lémanique, Zürich und Bern auf. Insbesondere die Abschnitte Genf– Lausanne–Yverdon, Bern–Thun, Solothurn–Olten–Zürich–Winterthur sowie Zürich-Zug-Rotkreuz sind überlastet.

Bei den Privatbahnen bestehen Überlasten insbesondere auf den Abschnitten Lausanne–Echallens, Täsch–Zermatt, Bern– Niederscherli, Bern–Muri, Bern–Oberzollikofen, Luzern–Hergiswil sowie Zürich HB–Zürich Selnau.

Abbildung 5: Bedarfsanalyse Personenverkehr: Kapazitätsengpässe im Personenverkehr im Horizont 2030 (ohne Ausbauschritt 2030/35)

Wichtigste Ergebnisse der Bedarfsanalyse für den Güterverkehr

Die Bedarfsanalyse für den Güterverkehr (Abbildung 6) rechnet für das Jahr 2030 mit fehlenden Trassen auf der West-Ost-Achse, wobei sich die Engpässe im Mittelland und Raum Zürich akzentuieren. Konkret handelt es sich dabei um die Relationen Lausanne Triage–Rangierbahnhof Limmattal (RBL)sowie die Anbindung des Raumes Suhr. Verkehren während der Hauptverkehrszeit des Personenverkehrs zusätzliche Züge im Fern- oder Regionalverkehr, so können für den Güterverkehr weitere Engpässe auftreten. Dies ist insbesondere bei der Anbindung des RBL Richtung Winterthur–Schaffhausen/–St. Gallen sowie am Jurasüdfuss zwischen Lausanne Triage und Neuenburg der Fall. Bei den Privatbahnen besteht im Abschnitt Morges–Apples ein zusätzlicher Bedarf nach einzelnen Trassen.

Auf der Nord-Südachse ist auf den Zulaufstrecken zum Gotthard- und Lötschberg-Basistunnel (RBL–Rotkreuz, Basel–Bern, Visp– Domodossola) eine Überlast ausgewiesen. Sollte die Umsetzung des Verlagerungsziels im alpenquerenden Verkehr erreicht werden, bestünde auf den Nord-Süd-Achsen (Gotthard und Lötschberg/Simplon) ein Bedarf nach zusätzlichen Trassen für den Güterverkehr11.

Neben der mengenmässigen Betrachtung besteht auf den Güterverkehrsachsen auch ein Bedarf nach schnelleren Verbindungen. Dies bedingt eine generelle Senkung der Fahrzeiten der einzelnen Trassen.

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