Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/73: Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 (AS 2030/35) · 95 Seiten

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AS 2030/35

Insgesamt sind, ausgehend von den knapp 300 Angebotszielen, durch die Infrastrukturbetreiber ca. 140 Module in Form von Angebots- und Infrastrukturkonzepten bearbeitet worden. Etwa 80 Module betreffen die Privatbahnen, rund 60 Module die SBB.

Das BAV hat diese Module bzw. Massnahmen bewertet. Die Bewertung und Priorisierung baut auf folgenden vier Kriterien auf:

 Kosten-Nutzen-Verhältnis gemäss NIBA16

 Beitrag zum Abbau von Überlast und Kapazitätsengpässen

 Kompatibilität mit der Langfristperspektive Bahn

 Kompatibilität mit den räumlichen Entwicklungszielen der Schweiz

Priorisierung und Auswahl der Module

Gestützt auf diese Bewertung hat das BAV die Module priorisiert und den Dringlichkeitsstufen 1 und 2 zugeteilt. Dieses Vorgehen der Einteilung der Module aufgrund ihrer Dringlichkeit wurde bereits im Rahmen der Vorlage FABI vorgenommen und diente auch als Grundlage für die Bildung des ersten Ausbauschritts 2025.

Auch für den Ausbauschritt 2030/35 kommen grundsätzlich nur Module aus der Dringlichkeitsstufe 1 in Betracht. Die Auswahl der Module aus dieser Kategorie, welche mit dem Ausbauschritt 2030/35 realisiert werden sollen, stützt sich auf folgende Kriterien:

 Einhaltung Finanzrahmen

 Priorität des Ausbaus gemäss Bewertungskriterien (vgl. oben)

 Funktionale und netzbedingte Abhängigkeiten unter den Modulen

 Zusammenhang mit anderen Programmen (z.B. Ausbauschritt 2025, Leistungsvereinbarung, Agglomerationsprogramme)

 Koordination unter den Verkehrsträgern, insbesondere Schiene-Strasse

 Leitsätze für den Ausbauschritt 2030/35

 Folgen und Auswirkungen bei einer Veränderung der Verkehrsnachfrage.

Die folgende Abbildung fasst die Kriterien für die Bewertung und die Auswahl zusammen:

Abbildung 7: Kriterien für die Bewertung und Auswahl der Module

In einem ersten Schritt wird das Auswahlkriterium "Priorität des Ausbaubedarfs innerhalb der ersten Dringlichkeitsstufe" angewen-

16 NIBA (Nachhaltigkeitsindikatoren für Bahninfrastrukturprojekte) ist die volkswirtschaftliche Bewertungsmethodik des Bundes, basierend auf dem Ziel- und Indikatorensystem nachhaltiger Verkehr des UVEK (ZINV UVEK). Bei der Bewertung werden alle monetarisierbaren Indikatoren in eine dynamische Kosten-Nutzen-Analyse aufgenommen, nicht-monetarisierbare Auswirkungen werden zusätzlich abgebildet. Ausgewählte Aspekte werden räumlich differenziert dargestellt. Auch erfolgt eine separate Ausweisung betriebswirtschaftlicher Ergebnisse. Weiterführende Informationen siehe folgende Berichte: Erforderliche Inputdaten von Transport-unternehmen und Planungsregionen für die Bewertung von Modulen (2015), www.bav.admin.ch/ausbau2035 > Leitfäden eNIBA-Leitfaden (2016), siehe www.bav.admin.ch/ausbau2035 >Leitfäden