Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/73: Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 (AS 2030/35) · 95 Seiten

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AS 2030/35

Abbildung 6: Bedarfsanalyse Güterverkehr: Fehlende Trassen im Güterverkehr im Horizont 2030 (ohne Ausbauschritt 2030/35)

Das Ergebnis dieser Bedarfsanalysen für den Personen- und Güterverkehr wurde mit den an der Planung Beteiligten abgestimmt. Gestützt darauf haben diese die Planung der Angebotsziele und -konzepte durchgeführt. Die Bedarfsanalyse bildet somit eine zentrale und schweizweit einheitliche Grundlage für die nachfolgenden Arbeiten.

2.1.5 Angebotsziele

2.1.5.1 Vorgehen

Gestützt auf die Bedarfsanalyse und die weiteren Planungsgrundlagen waren – gemäss Phase 2 der Planung (vgl. Kapitel 2.1.2) – Angebotskonzepte für den Fernverkehr, Güterverkehr sowie Regionalverkehr zu erarbeiten und der Bedarf an betrieblichen Anlagen einzuschätzen. Diese Angebotsziele flossen beim BAV zusammen und wurden bei Bedarf angepasst und aufeinander abgestimmt. Im Auftrag des BAV erarbeiteten die Infrastrukturbetreiber anschliessend die nötigen Module12 zur Umsetzung der Angebotskonzepte.

2.1.5.2 Fernverkehr

Gemäss Leitsätzen für den Ausbauschritt 2030/35 (vgl. Kapitel 1.6) richtet sich der Ausbau des Personenverkehrs auf die Nachfrage in den Hauptverkehrszeiten aus. Im Fernverkehr sind die Angebote in ausgewählten Korridoren zu verdichten und attraktiver zu gestalten. Fahrzeitverkürzungen sind nicht prioritär.

Angebotsziele und -konzepte Fernverkehr in Varianten

Die SBB erstellte im Auftrag des BAV Varianten nationaler Angebotskonzepte für den Ausbauschritt 2030/35. Die Vielzahl an Varianten hat es erleichtert, den finanziellen Rahmen zu berücksichtigen und die Abhängigkeiten unter Fernverkehr, regionalem Personenverkehr sowie Güterverkehr zu berücksichtigen.

Die Entwicklung der Angebotskonzepte, die eine Weiterentwicklung gegenüber dem Ausbauschritt 2025 enthalten, orientierte sich an den Leitsätzen. Dazu zählen insbesondere der Abbau der Überlast gemäss Bedarfsanalyse, aber auch Verbesserungen der Knotenstruktur. Massnahmen zur Beschleunigung standen nicht im Vordergrund. Die Angebotskonzepte sollen durch ausreichende Kapazitäten und dichtere Taktangebote die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn verbessern und einen Beitrag zur Entlastung des Strassennetzes leisten. Neue oder veränderte Haltepunkte sollen die Angebote optimieren. Ein besonderes Augenmerk richtet die SBB zudem auf die Steigerung des Kundennutzens und darauf, den Bedarf an zusätzlichem Rollmaterial für den Fernverkehr gering zu halten. Die Produktivität soll gesteigert werden, indem die Angebote und das Rollmaterial betrieblich flexibler auf die Haupt- und Nebenver-

12 Ein Modul beinhaltet eine oder mehrere Angebotsverbesserung(en) und die zugehörige (zum Referenzfall zusätzliche) Infrastruktur.