Vorlage
Vernehmlassung 2024/13: Änderung der Tierseuchenverordnung (TSV) · 15 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 10Fedlex · Vorlage
Verordnung «%ASFF_YYYY_ID»
Art. 184 Abs. 1 Bst. f, 2 und 2bis
1Verdacht auf PRRS liegt vor, wenn:
f. für eine künstliche Besamung, eine Übertragung von Eizellen oder einen Embryotransfer importierte Samen, Eizellen oder Embryonen verwendet werden.
2Ein Verdacht nach Absatz 1 Buchstabe f liegt nicht vor, wenn für eine künstliche Besamung, eine Übertragung von Eizellen oder bei einen Embryotransfer
tiefgefrorene importierte Samen, Eizellen oder Embryonen einer Sendung verwendet werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
a. Den Spendertieren wurde am Tag der Gewinnung des Zuchtmaterials Blut entnommen, das serologisch und virologisch mit negativem Befund auf PRRS untersucht wurde.
b. Bei Spenderebern wurde der gewonnene Samen mit negativem Befund auf das PRRS-Virus untersucht.
c. Im Herkunftsbetrieb der Spendertiere werden regelmässige serologische Untersuchungen auf PRRS durchgeführt, und diese Untersuchungen haben bis mindestens 90 Tage nach der Entnahme des Zuchtmaterials durchgehend negative Befunde ergeben.
d. Die für die Untersuchungen nach den Buchstaben a–c verwendeten
Methoden wurden vom IVI beurteilt und als geeignet befunden.
2bisAbsatz 2 gilt sinngemäss für frische Samen, Eizellen und Embryonen, sofern diese aus einem Herkunftsland stammen, das frei von PRRS ist und aus einem Betrieb, der regelmässige serologische Untersuchungen auf PRRS durchführt. Nicht erforderlich sind in diesen Fällen die in Absatz 2 Buchstabe c zweiter Halbsatz geforderten serologischen Untersuchungen bis 90 Tage nach der Entnahme des Zuchtmaterials.
Art. 185 Abs. 2 Bst. a–c
2Er ordnet zudem folgende Massnahmen an:
a. die serologische und virologische Untersuchung der betroffenen
Muttersauen, wenn Reproduktionsstörungen aufgetreten sind;
b. die serologische Untersuchung einer repräsentativen Auswahl von Tieren der betroffenen Alterskategorie, wenn andere Bestandesprobleme
aufgetreten sind;
c. die serologische Untersuchung einer repräsentativen Auswahl von Tieren aus der betroffenen Produktionseinheit, wenn ein serologisch positiver Einzelbefund vorliegt;