Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/71: Agrarpolitik 2030+ · 130 Seiten

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Tabelle 19: Zusammenfassung der Erhöhung des Funktionsaufwandes des BLW. Bereiche im Funktionsaufwand BLW in Mio. CHF 2030 2031 2032 2033 Total

Festlegung und Publikation Referenzpreis verkäste 0,5 0,2 0,2 0,2 1,1 Milch

Entwicklung und Betrieb digitale Dienste (EDZ, Nach- 7,0 7,0 7,0 3,5 24,5 haltigkeitsindikatoren-System)

Monitoringsysteme 1,5 0,7 0,7 0,7 3,6

Nachhaltiger Pflanzenschutz 8,0 8,0 8,0 8,0 32,0

Pflanzengesundheit 0,5 0,5 0,5 0,5 2,0

Forschungsbeiträge (ohne Agroscope) 1,0 1,0 1,0 1,0 4,0

Total 18,5 17,4 17,4 13,9 67,2

Über die Aufstockung entscheidet der Bundesrat im Rahmen des Entscheids zum Entwicklungsrahmen 2029-2030 im Januar 2028.

6.2 Auswirkungen auf die Kantone und Gemeinden

Titel LwG Auswirkungen

• Absatzförderung: Neu kann der Bund Sensibilisierungsmassnahmen der Städte und Gemeinden zu den Vorzügen einer ausgewogenen Ernährung mit regionalen

2. Titel

Landwirtschaftsprodukten und zur Förderung der Ernährungskompetenzen unterstützen.

• Voraussetzungen Direktzahlungen

Mit höheren SAK-Eintrittsschwellen bei den Direktzahlungen müssen die Kantone weniger Betriebe administrieren. Der Vollzugsaufwand für die beitragsberechtigten juristischen Personen dürfte aufgrund der klareren Vorgaben und den einfachen zu prüfenden Kriterien bei den AG und GmbH reduziert werden.

• 3. Titel allgemein, Titel 7a und PLEG

Der Vollzugsaufwand der Kantone wird durch die angestrebten Vereinfachungen, die zunehmende Digitalisierung (z. B. automatisierte Nutzung von Fernerkun-

3. Titel, Ti- dungsdaten und der Plattform agridata.ch) sowie die stärkere Ergebnisorientierung tel 7a und bei den Direktzahlungen mittelfristig abnehmen. Demgegenüber steht ein tempo-PLEG rärer personeller Mehraufwand für die Anpassung der kantonalen Vollzugssys-

teme und die Schulung der Vollzugsorgane sowie die finanzielle Beteiligung der Kantone an der Körperschaft der Plattform. Die an der Körperschaft beteiligen Kantone leisten gemeinsam die Hälfte an die jährlichen Betriebs- und Weiterentwicklungskosten der Plattform im Umfang von geschätzten 1,8 Mio. Fr. Andererseits können die beteiligten Kantone die Plattform kostenlos für die Datenübertragung an ihre Partner nutzen. Durch den vereinfachten Datenbezug können Daten für die Erfüllung rechtlicher Vorgaben verknüpft werden und dadurch den Aufwand für die beteiligten Kantone deutlich reduzieren.

• Nachhaltigkeitsberatung: Für die Kantone wird es gegebenenfalls zu einem per-

6. Titel sonellen Mehraufwand für den Aufbau und die Durchführung der entsprechenden

Beratungsangebote kommen.