Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2008/76: 08.445 Pa. Iv. Angemessene Wasserzinsen · 20 Seiten
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Aktionäre über einen ihrem Aktienanteil entsprechenden Teil der Produktion des Partnerwerkes. Die Abnahmepreise sind somit interne Verrechnungspreise und Gegenstand der betriebswirtschaftlichen Steueroptimierung (im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen). Grundsätzlich hegen auch ohne Beteiligungsverhältnis weder Produzenten noch die gebietsmonopolistischen Verteiler ein Interesse an der Veröffentlichung der Produzentenpreise.
Gewisse Tendenzen lassen sich jedoch aus den Entwicklungen an den Spot- und Terminmärkten erkennen.
Am Spotmarkt werden kurzfristige, innerhalb eines Tages bzw. für den nächsten Tag physisch zu liefernde Strommengen gehandelt. Er dient dem Ausgleich von kurzfristigen Abweichungen im Beschaffungsportfolio. Die Preisbildung wird massgeblich durch Faktoren wie z.B. Kraftwerksverfügbarkeit, Temperatur, Niederschlagsmengen, Speicherinhalte und Nachfrage beeinflusst. Der sich ergebende Preis ist somit sehr volatil und weist zudem eine zyklische Tages-Monats- und Jahresstruktur auf.
Der Schweizer Energiepreisindex SWEP wird seit 1998 veröffentlicht und bildet den Spotmarktpreis für kurzfristig gehandelte elektrische Energie auf der Höchstspannungsebene 220/380 kV an der Sammelschiene in Laufenburg ab. Die Preisentwicklung des SWEP seit 2000 bis Mitte 2007 zeigt einerseits die grosse Volatilität des Indexes und die tendenziell steigenden Jahresmittelwerte (Anhang 2). Im laufenden Jahr 2008 liegt der Mittelwert mit 13.8 Rp./kWh rund 393% über demjenigen von 1999 mit 2.8 Rp./kWh. Bei der Interpretation der Entwicklung des SWEP als Marktpreis darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass das Transaktionsvolumen dieses Marktplatzes verhältnismässig gering ist. So sank das tägliche Transaktionsvolumen des SWEP von 1’712 MWh im Jahr 2007 auf 1’200 MWh im laufenden Jahr 2008. Dies entspricht weniger als 1% des Tagesverbrauchs der Schweiz.
Etwas grösser – und damit repräsentativer - sind die gehandelten Volumina unter dem Preisindex Swissix. Sie betragen etwa 10% des Schweizer Tagesverbrauches. Dieser wird an der Strombörse in Leibzig (EEX) für das Marktgebiet Schweiz gebildet. Gegenüber dem SWEP zeigt er eine weitgehend parallele Entwicklung, allerdings auf einem tieferen Preisniveau.
Neben den Spotmarktindizes liefert auch die durchschnittliche Preisentwicklung im Import/Export Hinweise für die inländische Preisentwicklung. Die jährlichen Export- (50.5 TWh in 2007) und Importvolumina (48.4 TWh in 2007) der Schweiz erreichen jeweils beinahe das Niveau des jährlichen Schweizer Produktionsvolumens (65.9 TWh in 2007). Aufgrund des grossen Volumens gelten diese Preise als sehr verlässliche und stabile Indikatoren, sofern allfällige Änderungen in der Zusammensetzung Spitzen-/Bandenergie berücksichtigt werden. Die Exportpreise pro Kilowattstunde stiegen zwischen 1999 und 2007 um 74%, die Importpreise um 35% (Anhang 3). Diese Wachstumsraten liegen signifikant unter denen der Spotmarkt-Preisindizes.
Aufschluss über zukünftig erwartete Strommarktpreise geben die Kurse von Terminkontrakten. Ein Terminprodukt ist eine zu einem späteren Zeitpunkt zu liefernde Menge zu vordefinierten Konditionen. Daneben werden an der EEX in Leibzig standardisierte Terminprodukte, so genannte Futures, gehandelt. Diese rein finanziellen Produkte dienen der Absicherung von Preisrisiken. Dabei wird zwischen Baseload und Peakload Futures unterschieden, d.h. zwischen