Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/93: Verordnung über die Bescheinigungspflichten bei Mitarbeiterbeteiligungen (Mitarbeiterbescheinigungsverordnung, MBV) · 15 Seiten
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Verordnung über die Bescheinigungspflichten bei Mitarbeiterbeteiligungen
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung ................................................................................................................ 2
1 Einleitung ................................................................................................................. 3 1.1 Aussagen des Bundesrates in der Botschaft zum Bundesgesetz über die
Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen ........................................................... 4 1.2 Beratung in den Eidgenössischen Räten ............................................................. 4 1.3 Die Auslegung von Artikel 129 Absatz 1 Buchstabe d DBG ................................. 4
2 Erläuterungen zu den einzelnen Bestimmungen ...................................................... 5 2.1 Allgemeine Bestimmungen .................................................................................. 5 2.2 Inhalt der Bescheinigung ..................................................................................... 6 2.3 Sonderfälle ........................................................................................................ 10 2.4 Einteilung der Mitarbeiterbeteiligungen in Kategorien und weitere Angaben ...... 13 2.5 Schlussbestimmungen....................................................................................... 13
3 Auswirkungen ........................................................................................................ 13 3.1 Auswirkungen auf den Bund .............................................................................. 14 3.2 Auswirkungen auf Kantone und Gemeinden ...................................................... 14 3.3 Auswirkungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer .............................................. 14
4 Verfassungs- und Gesetzmässigkeit ...................................................................... 15
1 Einleitung
Die Eidgenössischen Räte haben am 17. Dezember 2010 das Bundesgesetz über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen angenommen. Dieses ändert als Mantelerlass das Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11)
und das Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14). Nachdem gegen diesen Mantelerlass bis zum 7. April 2011 kein Referendum zu Stande kam, wurde das Bundesgesetz über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen am 10. Juni 2011 vom Bundesrat auf den
1. Januar 2013 in Kraft gesetzt.
Ziel des Bundesgesetzes über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen ist – gemäss Ausführungen des Bundesrates in der Botschaft1– die Wiederherstellung der Rechtssicherheit bei der Besteuerung von geldwerten Vorteilen aus Mitarbeiterbeteiligungen. Während die Besteuerung von Mitarbeiteraktien in der Praxis keine Probleme verursachte, hat die Besteuerung von Mitarbeiteroptionen zu solchen geführt. Mitarbeiteroptionen wurden je nach Ausgestaltung der Bedingungen in drei verschiedenen Zeitpunkten besteuert. Dies konnte der Zeitpunkt der Zuteilung (Erwerb), des unwiderruflichen Rechtserwerbs (Vesting) oder der Ausübung der Option sein. Das Bundesgesetz über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen sieht bei der Optionsbesteuerung nur noch zwei Besteuerungszeitpunkte vor, nämlich den Erwerbs- oder den Ausübungszeitpunkt (vgl. Anhang 1).
Für den Entscheid, wann Mitarbeiterbeteiligungen steuerlich erfasst werden, sind die Veranlagungsbehörden auf Informationen der Arbeitgeber angewiesen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber den Katalog der Bescheinigungs- und Meldepflichten in Artikel 129 Absatz 1 DBG mit der Einfügung des Buchstabens d erweitert. Darin hat er den Bundesrat ermächtigt, die "notwendigen Angaben" für die Bescheinigung bei Einräumung von Mitarbeiterbeteiligungen in einer Verordnung zu regeln.