Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/140: Totalrevision des Ordnungsbussengesetzes (OBG) · 20 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.135324 / 250.1/2011/00573
I. Einleitung
Am 29. September 2010 reichte Ständerat Bruno Frick eine Motion ein, mit welcher er beantragte, das Ordnungsbussensystem zur Entlastung der Strafbehörden und der
Bürgerinnen und Bürger zu erweitern. Der Bundesrat beantragt in seiner Stellungnahme vom 17. November 2011 die Motion anzunehmen. Ständerat und Nationalrat folgten diesem Antrag am 16. Dezember 2010 und am 13. April 2011.1 Der Bundesrat erarbeitete einen Vorentwurf2 sowie einen Bericht3 zur Totalrevision des Ordnungsbussengesetzes vom 24. Juni 19704 (OBG) und schickte diese Dokumente in die Vernehmlassung.
Zur Vernehmlassung wurden die Kantone, die in der Bundesversammlung vertretenen politischen Parteien, das Bundesgericht, das Bundesstrafgericht, die Bundesanwaltschaft, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete und der Wirtschaft sowie 27 weitere Organisationen und Institutionen eingeladen. Die
Vernehmlassung dauerte vom 15. März 2013 bis zum 28. Juni 2013.
Es sind 67 Stellungnahmen eingegangen. Acht Vernehmlassungsteilnehmende haben ausdrücklich auf inhaltliche Bemerkungen verzichtet.5 17 Vernehmlassungsteilnehmende haben von sich aus am Vernehmlassungsverfahren teilgenommen.6
II. Übersicht über die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens
1. Generelle Einschätzung
Der Vorentwurf zum Ordnungsbussengesetz wird von einem Grossteil der
Vernehmlassungsteilnehmenden positiv aufgenommen. 9 Vernehmlassungsteilnehmende
heissen ihn vorbehaltlos gut.7 47 Teilnehmer begrüssen die vorgeschlagene
Totalrevision des Ordnungsbussengesetzes grundsätzlich, bringen jedoch Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge an. Dazu gehören 22 Kantone8, 3 in der Bundesversammlung vertretene politische Parteien9, ein gesamtschweizerischer Dachverband der Gemeinden, Städte und Berggebiete10, ein gesamtschweizerischer Dachverband der Wirtschaft11 sowie 20 weitere Organisationen, Institutionen und Privatpersonen12. Abgelehnt wird die Vorlage von 3 Vernehmlassungsteilnehmenden. Es handelt sich dabei um 1 Kanton13 und 2
Organisationen14. Diese Vernehmlassungsteilnehmenden bringen ergänzende Anmerkungen an, falls die Vorlage weiterverfolgt werden sollte.
1 AB 2010 S 1346; AB 2011 N 701.
2 http://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/documents/2304/OBG_Entwurf_de.pdf.
3 http://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/documents/2304/OBG_Erl-Bericht_de.pdf.
4 SR 741.03.
5 BA, BGer, BStGer, DJS, KV Schweiz, SIP, SKG, UNIL.
6 U. Arbenz, AWA BS, AWA SO, Baar, BLS, CP, Ec-dep-JU, EDKF, Kantonschemiker, KIGA, KV Schweiz, SBB, tpg, VKS, VÖV, S. von Arx, Winterthur.
7 AG, AR, EVP, KKPKS, OW, SPS, SVP, SVR, VÖV.
8 AI, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH.
9 BDP, CVP, FDP.
10 SSV.
11 SGV.
12 ACVS, U. Arbenz, AWA BS, AWA SO, Baar, BLS, Ec-dep-JU, EDKF, ICJ-CH, Kantonschemiker, KIGA GR, KKJPD, KSBS, SBB, SVJ, SVSP, UNIGE, VKS, S. von Arx, Winterthur.
13 NE.
14 CP, tpg.