Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/145: Teilrevision der Verordnung des WBF über den nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels · 26 Seiten
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Anhörung zur Teilrevision der Verordnung des WBF zum nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels
3 Stellungnahmen
Allgemeine Bemerkungen
Kantone AG, AI, AR, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH (18) und GDK
begrüssen die vorgeschlagene Teilrevision.
Für AI und AR geht die Vorlage zu wenig weit, beantragt wird die Ergänzung von Art. 1 Abs. 3 Bst. d. Das Gesundheitssystem hat einen grossen Bedarf an hochqualifizierten Fachpersonen. Es müssten alle möglichen Massnahmen ergriffen werden, um bereits ausgebildete Fachleute im Beruf zu halten. Die Karrieremöglichkeiten und die Anrechnungen von bereits erbrachten Bildungsleistungen seien ein wesentlicher Bestandteil davon.
AG und BS finden es notwendig, dass die Verordnung im Fachbereich Gesundheit angepasst wird. Die Pflege werde grösstenteils an der HF erworben. Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften im Bereich der Pflege sei unbestritten. Für Inhaber/innen eines ehemals SRK-reglementierten Pflegediploms mit zusätzlich erworbenen Kompetenzen in einer HöFa II sollte daher die rechtliche Grundlage für einen NTE geschaffen werden (es folgt eine Begründung der Expertise von HöFa II und ein Vergleich der Expertise von HöFa I und den höheren Fachdiplomen Spitex-Pflege und Gemeindepsychiatrie).
AG und BS halten es im Hinblick auf den ausgewiesenen Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich für bildungsökonomisch effizient, wenn hochqualifizierte Personen einen entsprechenden Titel nachträglich erwerben können, um direkt zu weiterführenden Studien zugelassen zu werden.
BL unterstützt die Teilrevision vollumfänglich. In der Pflege bestehe ein grosser Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften. Die Möglichkeit eines NTE trage zur Attraktivität des Berufes bei und leiste damit einen Beitrag, dem Fachkräftemangel im Bereich Pflege zu begegnen. Des Weiteren ermögliche der Titelerwerb den Zugang zu weitergehenden beruflichen und wissenschaftlichen Qualifikationen, was ebenfalls positiv zu werten sei.
FR begrüsst die Ermöglichung eines NTE zur Sicherstellung der Durchlässigkeit im Bildungssystem. Er befürchtet hingegen finanzielle Konsequenzen. Er wendet sich dezidiert gegen eine allfällige Vereinfachung des NTE.
GE begrüsst die Ermöglichung eines NTE. Er fordert aber die Gleichbehandlung mit anderen Gesundheitsberufen. Der Nachweis der Voraussetzungen sei strenger gehandhabt als bei den anderen Gesundheitsberufen und berücksichtige lediglich eine inadäquate und limitierte Anzahl von Ausbildungen. Ausbildungen in Intensivpflege, Anästhesie, Notfallpflege würden nicht berücksichtigt, die altrechtlichen Ausbildungen der Romandie würden ebenfalls nicht aufgeführt, obwohl diese Spezialisierungen vom SRK anerkannt gewesen seien (diplômes de spécialisation en soins infirmiers de la santé publique, option de spécialisation en santé mentale et psychiatrie). Auch neu entwickelte Weiterbildungen seien in der Vorlage nicht berücksichtigt. Lediglich eine Minderheit der Berufsleute entspreche den in der Vorlage geforderten Anforderungen.
GL unterstützt die Teilrevision vollumfänglich. Der NTE habe sich in den anderen Gesundheitsberufen bewährt. Die Massnahme leiste einen Beitrag, um die Verweildauer von qualifizierten und engagierten Fachkräften im Beruf zu verlängern, die Berufsattraktivität zu erhöhen und den Fachkräftemangel zu vermindern.
GR unterstützt die Ziele, die das SBFI mit der Revision verfolgt.
GR findet es unbefriedigend, dass nur Inhaber eines Titels HöFa I oder HöFa II mit zwei Jahren Berufserfahrung und zusätzlichen 10 ECTS-Credits einer Hochschule (ca. 300 Stunden) Zugang zum NTE erhalten sollen. Diese Beschränkung solle zuhanden eines Validierungsverfahrens, wie es vom SBFI bei den Gesundheits- und Sozialberufen angewendet wird, fallengelassen oder ergänzt werden. Der Entwurf lasse unbeachtet, dass viele Pflegefachpersonen anspruchsvolle und mehrjährige Weiterbildungen im AIN-Bereich (Anästhesie, Intensiv, Notfall) oder im Bereich Gerontologie/Public