Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/82: Pa.Iv. 18.441 «Indirekter Gegenentwurf zur Vaterschaftsurlaubs-Initiative» · 27 Seiten

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unterstützen alle in die gewünschte Richtung zielenden Bestrebungen und fordern längerfristig eine Elternzeit. Als ersten wichtigen Schritt unterstützen sie die Volksinitiative wie auch den indirekten Gegenentwurf, erachten allerdings die 20 Tage gemäss der hängigen Initiative als ein gleichstellungspolitisches Minimum. Insofern erachten sie den Gegenvorschlag als ungenügend und ungeeignet für eine zukunftsgerichtete Familienpolitik. Die EKFF und IGM Schweiz begrüssen die rasche Einführung eines Vaterschaftsurlaubs zur Verbesserung der derzeit unakzeptablen Situation, weshalb sie die Einführung eines vier- oder zweiwöchigen Urlaubs als ersten Schritt in die gewünschte Richtung erachten. In diesem Sinne unterstützen sie sowohl die Initiative als auch den Gegenentwurf. Längerfristig brauche die Schweiz aber eine Elternzeit von 38 Wochen. Die EFS finden den Vorschlag zu wenig umfassend und fordern eine Lösung, die wie die Initiative zwingend 4 Wochen vorsieht. Es sei auch klar, dass dieser Urlaub geburtsbezogen ausgestaltet sein müsse, da die ersten Wochen die wichtigsten seien. Zusätzlich müsse zwingend ein Elternurlaub von 24 Wochen eingeführt werden. Für die EKF ist der Vorschlag unbefriedigend, da ein Vaterschaftsurlaub von so geringer Dauer eher die bestehende Rollenverteilung festige, es sei denn, der Anspruch würde klar und unmittelbar geburtsbezogen ausgestaltet und durch eine Elternzeit von mindestens 24 Wochen ergänzt. Allenfalls könnte ein vierwöchiger Vaterschaftsurlaub als erster Schritt in die richtige Richtung angesehen werden. PACH begrüsst die rasche Einführung eines Vaterschaftsurlaubs als ersten Schritt in die richtige Richtung. In diesem Sinne unterstützt PACH sowohl die Initiative als auch den Gegenentwurf, dies jedoch nur als wichtigen Schritt zu einer Elternzeit. Die BPW Switzerland begrüssen, dass die SGK-S das Anliegen der Initiative aufgenommen hat. Für die konkrete Ausgestaltung des Urlaubs seien mehrere Varianten denkbar. Dabei sei der indirekte Gegenentwurf das absolute Minimum und nur ein erster Schritt zu einem Elternurlaub. Die CROP weist auf die inakzeptable Ungleichbehandlung von Familien in Bezug auf die Gewährung des Vaterschaftsurlaubs hin. Der Gegenentwurf sei indes minimalistisch und trage nur scheinbar zur für die Schweiz notwendigen besseren Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben bei. Die CROP wird ihren Mitgliedern empfehlen, an der Volksabstimmung für den vierwöchigen und nicht nur für den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zu stimmen. GeCoBi unterstützt grundsätzlich die Position der EKFF und CROP, hält in ihren Ergänzungen aber klar fest, dass für sie eine Elternzeit der einzig richtige Weg sei. ffu sind mit der Dauer von 14 Tagen überhaupt nicht einverstanden und wünschen sich einen mutigen Vorschlag und verweisen auf die Forderungen der EKFF und alliance F. Ein Vaterschaftsurlaub könne nur ein erster Schritt in Richtung Elternzeit sein. Für netzwerk kinderbetreuung ist der Vorschlag der SGK-S nur ein minimaler Schritt in die richtige Richtung; sie unterstützen die Position der EKFF. Der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!» und männer.ch erachten die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs auf Gesetzesebene als wichtigen Schritt, den Gegenentwurf im Umfang jedoch als ungenügend. Sie halten daher die Forderung nach 20 Tagen Urlaub als Minimalkompromiss aufrecht. Sie begründen ihre Forderung aus familien-, gleichstellungs-, arbeitsmarktpolitscher und demografischer Perspektive; es würden damit auch gleich lange Spiesse für alle Unternehmen und Arbeitnehmer geschaffen. Die Erhöhung des EO-Beitragssatzes wäre sowohl mit der Initiative als auch mit dem indirekten Gegenentwurf sehr moderat und gut zu verkraften. Angesichts der breit anerkannten Wirkung von 20 Tagen Vaterschaftsurlaub handle es sich dabei um ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der SKF spricht sich klar für die 4 Wochen der Vaterschaftsurlaubs-Initiative aus und lehnt den indirekten Gegenvorschlag ab. Er begründet die Ablehnung der Vorlage damit, da für sie der Fokus auf einer gerechteren Aufteilung der unbezahlten Care-Arbeit zwischen den Geschlechtern liege. Ein paar zusätzliche freie Tag reichen zum Durchbrechen von Stereotypen nicht; es brauche Zeitspannen. Ein vierwöchiger Urlaub sei gut finanzierbar und brächte den Unternehmen Vorteile. swimsa begrüsst die gesetzliche Verankerung eines Vaterschaftsurlaubs, möchte die Kommission jedoch anregen, zur Förderung der öffentlichen Gesundheit mindestens 20 Tage Urlaub vorzusehen und sich nicht mit dem Vorentwurf zu begnügen. Die SKG und SAJV sprechen sich für die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs aus, jedoch sei der Umfang von zwei Wochen zu gering. Die vier Wochen

– entsprechend der Volksinitiative – seien das absolute Minimum. Ein vierwöchiger, über die EO finanzierter Urlaub sei bezahlbar. Nach Ansicht der SKG dürfen finanzielle und organisatorische Gründe keinesfalls vorherrschen, da die Massnahme auch der Wirtschaft und