Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/82: Pa.Iv. 18.441 «Indirekter Gegenentwurf zur Vaterschaftsurlaubs-Initiative» · 27 Seiten

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familienfreundlicher Arbeitsbedingungen, die gesetzliche Verankerung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs lehnt der Verband hingegen ab. Ein solcher sei betriebsintern auf freiwilliger Basis oder auf Stufe von Gesamtarbeitsverträgen zu regeln. Die Wettbewerbsfähigkeit sei das zentrale Element für seine Mitglieder und eine Verteuerung der Lohnkosten komme deshalb nicht in Frage. Die zusätzlichen Abgaben seien für die Sozialversicherungen nicht tragbar und ein Vaterschaftsurlaub, egal ob zwei oder vier Wochen, würde gerade kleinere und mittlere Unternehmen vor grosse organisatorische Herausforderungen stellen. suissetec findet, dass sie für ihre Branche bereits eine passende Lösung gefunden hätten. Gegenüber der Regelung des Vaterschaftsurlaubs in ihrem GAV beurteilen sie den Gegenvorschlag - gerade mit Blick auf die organisatorischen Folgen - als nachteiliger. Daher lehnt der Verband den indirekten Gegenentwurf ab. Allerdings würde er diesen der Volksinitiative eindeutig vorziehen. GastroSuisse und hotelleriesuisse erachten die Einführung eines gesetzlich verankerten 2-wöchigen Vaterschaftsurlaubs als einen Eingriff in die Sozialpartnerschaft, was diese schwäche. Bereits heute kenne der allgemeinverbindlich erklärte Landes-Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von fünf Tagen. Staatliche Zwangsmassnahmen seien kontraproduktiv und die Mehrkosten für die Unternehmen und die Wirtschaft nicht tragbar. Holzbau Schweiz ist von der Relevanz der Verbesserung der Vereinbarkeit überzeugt und unterstützt die Möglichkeit von Teilzeitpensen, Vaterschaftsurlaub etc., ist jedoch der Meinung, dass ein 2-wöchiger Vaterschaftsurlaub kaum zu einer partnerschaftlicheren Rollenteilung beitragen werde. Der Verband ist überzeugt, dass die diversen Herausforderungen über den sozialpartnerschaftlichen Weg zielführender gelöst werden können. Obschon ein Teil der finanziellen Belastung für die Betriebe über die EO abgefedert würde, müssten die Sozialbeiträge in absehbarer Zeit deutlich erhöht werden, wodurch die finanzielle Belastung der Betriebe ansteigen würde. Der SBaumeisterV teilt mit, dass er individuelle, flexible Lösungen auf Unternehmensebene teuren gesetzlichen Einheitslösungen vorziehe, insbesondere, wenn jene wie der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub jährliche Kosten von über 200 Millionen Franken und eine Erhöhung der EO-Lohnbeiträge zur Folge habe. Die Erfahrung zeige, dass die Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und mit ihren Angestellten individuelle, flexible Lösungen finden. Unisono beurteilen

GastroSuisse, hotelleriesuisse, Holzbau Schweiz, SBaumeisterV die organisatorischen

Aufwände für kleinere Betriebe, die ein gesetzlich vorgeschriebener Vaterschaftsurlaub mit sich brächte, als grosse Herausforderung. Für den VSEI bleibt in Anbetracht der dringend nötigen Sanierung der Altersvorsorge kein Spielraum für zusätzliche Erhöhung der Lohnnebenkosten.

Durchführungsstellen, weitere Organisationen und interessierte Kreise

Eher Ja zum indirekten Gegenentwurf

Die SODK teilt die familien- und sozialpolitischen Zielsetzungen. Sie beurteilt 2 Wochen Urlaub als angemessener und besser vereinbar mit den Bedürfnissen der Wirtschaft als 4 Wochen. Die Finanzierung über die EO wird begrüsst. Der SBLV unterstützt den Vorschlag der SGK-S, weil damit unter anderem die beruflichen Perspektiven der Frauen gestützt werden, die einheitliche Regelung mit dem finanziellen Ausgleich über das EOG wird befürwortet. Der VFG begrüsst den Gegenvorschlag; ein über die EO finanzierter Urlaub von zwei Wochen sei auch für kleinere Betriebe finanzierbar. Die KKAK kann die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes von zwei Wochen aus Sicht der Durchführung unterstützen unter der Bedingung, dass die Bestimmungen im Falle von tageweisem Bezug vereinfacht werden. Ansonsten würde die Einführung für alle Betroffenen (Arbeitgeber und Ausgleichskassen) zu unverhältnismässigen Verwaltungskosten führen. Für die VVAK ist die Gewährung eines Vaterschaftsurlaubs eine politische Frage. Sie begrüsst die Finanzierung über die EO im Grundsatz, lehnt hingegen den tageweisen Bezug wegen unverhältnismässig hohem Umsetzungs- und Kontrollaufwand ab.

Präferenz für einen längeren Urlaub / Elternzeit

alliance F, Helvetia rockt, Juristinnen Schweiz, SVA, mws, NGONG, Zonta begrüssen,

dass die Kommission den gesetzgeberischen Bedarf erkannt hat. Sie setzen sich ein für Erwerbskontinuität der Mütter und eine faire Verteilung des Karriererisikos Elternschaft. Sie