Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/82: Pa.Iv. 18.441 «Indirekter Gegenentwurf zur Vaterschaftsurlaubs-Initiative» · 27 Seiten

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mindestens 8 Wochen sowie eine anschliessende 28-wöchige Elternzeit (je 14 für Mutter und Vater). Die FDP möchte einen 16-wöchigen Elternurlaub, bei dem die ersten 8 Wochen für die Mutter reserviert wären und die übrigen 8 Wochen frei unter den Eltern aufgeteilt werden könnten. Die Mutter würde jedoch ihr Recht auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub behalten, sofern sie dies wünscht. Die SP-F setzt sich für die Einführung eines Elternurlaubs von 38 Wochen ein, paritätisch zu beziehen, d.h. je 19 Wochen für jeden Elternteil.

SGB, sev und syndicom teilen mit, dass ein geburtsbezogener Vaterschaftsurlaub von mindestens 8 Wochen sowie eine anschliessende paritätisch aufzuteilende 24-wöchige Elternzeit zu den langjährigen Forderungen der Gewerkschaften gehören. Aus Sicht von KV Schweiz und die plattform würden die Gleichstellungs-, Vereinbarkeits- und Arbeitsmarktziele nur mit einer mehrmonatigen Elternzeit - aufteilbar mit fixen Ansprüchen für Väter und Mütter - erreicht. Dabei müssten für die Mutter weiterhin mindestens 14 Wochen reserviert sein. Der SBK, die EKF und EFS plädieren für einen geburtsbezogenen Vaterschaftsurlaub, ergänzt durch eine Elternzeit von mindestens 24 Wochen, bei dem ein Teil verbindlich für den Vater reserviert ist. alliance F, Helvetia rockt, mws, SVA, Zonta, Verband Frauenunternehmen fordern längerfristig eine Elternzeit von mindestens 28 Wochen, je 14 Wochen für die Mutter und den Vater. Nur eine gleichmässig verteilte Elternzeit könne Grundlage für eine individuelle Lebensgestaltung schaffen, in welcher alle Lebensmodelle Platz finden (Zonta). Auch die Juristinnen Schweiz sehen längerfristig eine Elternzeit von 28 Wochen. NGONG fordert eine Elternzeit, wovon zwingend ein Teil vom Vater bezogen werden muss. Die Frauenzentrale Zürich steht für einen 16-wöchigen Elternurlaub mit einer über die EO finanzierten Entschädigung ein. Für BPW Switzerland stellt der Gegenentwurf nur das absolute Minimum dar, als erster Schritt zu einem echten und fairen Elternurlaub. Aus Sicht der EKFF und IGM Schweiz braucht die Schweiz längerfristig eine Elternzeit von 38 Wochen (14 Wochen für die Mutter, mindestens 8 Wochen für die Väter reserviert). GeCoBi, PACH, CROP, ffu, netzwerk kinderbetreuung, SKF unterstützen die Position der EKFF.

Ausbau Mutterschaftsversicherung

SGB, sev und syndicom erachten einen Ausbau der Mutterschaftsversicherung als nötig, mit einer minimalen Dauer von 18 Wochen und zu 100% EO-finanziert.

Anpassungen Arbeitsgesetz und EOG

Die CROP schlägt vor, das ArG dahingehend anzupassen, dass Mütter zum einen Anspruch auf einen pränatalen Mutterschaftsurlaub haben und dass Mütter, die dies wünschen, zum anderen ab der 9. Woche nach der Geburt wieder in Teilzeit arbeiten können, ohne den Anspruch auf die verbleibenden Tage zu verlieren.

Diverses

Der SHV möchte, dass der Bezug und die Kostenübernahme von prä- und postpartalen Hebammenleistungen durch die OKP auch für gleichgeschlechtliche männliche Paare, die planen oder bereits mit einem Säugling zusammenzuleben, möglich gemacht wird.

IGM Schweiz möchte die alternierende Obhut als Regelfall nach Trennungen einführen. Sie soll neu nicht mehr beantragt werden müssen, sondern es müsste begründet werden, weshalb sie im Ausnahmefall nicht verfügt werden soll. Ferner seien die Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung durch Väter generell zu verbessern seien (Elternzeit, Steuerrecht usw.).

5.6 Bemerkungen zu weiteren Aspekten der Revision

Keine Schmälerung des 14-wöchigen Mutterschaftsurlaubes Für Travail.Suisse, SCIV, transfair, ZV, SHV, Syna, SGB, sev, syndicom, swissPersona

ist es wichtig, dass der 14-wöchige Mutterschaftsurlaub als absoluter Mindeststandard beibehalten wird; sie begrüssen den Entscheid der Kommission, nicht auf eine Elternzeit