Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2021/120: Landwirtschaftliches Verordnungspaket 2022 · 28 Seiten

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Bericht über die Ergebnisse der Vernehmlassung: landwirtschaftliches Verordnungspaket 2022

1 Gegenstand des Vernehmlassungsverfahrens

Die Vernehmlassung bei den Kantonen, politischen Parteien, Verbänden und Organisationen dauerte vom 24. Januar bis zum 2. Mai 2022. Folgende Verordnungen waren Gegenstand der Vernehmlassung:

- Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht (VBB, 211.412.110)

- Direktzahlungsverordnung (DZV, 910.13)

- Einzelkulturbeitragsverordnung (EKBV, 910.17)

- Verordnung über die Koordination der Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben (VKKL, 910.15)

- Bio-Verordnung (910.18)

- Landwirtschaftliche Begriffsverordnung (LBV, 910.91)

- Strukturverbesserungsverordnung (SVV, 913.1), Nationalstrassenverordnung (NSV, 725.111) und Zivildienstverordnung, ZDV (824.01)

- Verordnung über die sozialen Begleitmassnahmen in der Landwirtschaft (SBMV, 914.11)

- Verordnung über die Ein- und Ausfuhr von Gemüse, Obst und Gartenbauerzeugnissen (VEAGOG, 916.121.10)

- Weinverordnung (916.140)

- Pflanzengesundheitsverordnung (PGesV, 916.20)

- Futtermittel-Verordnung (FMV, 916.307)

- Tierzuchtverordnung (TZV, 916.310)

- Schlachtviehverordnung (SV, 916.341)

- Milchpreisstützungsverordnung (MSV, 916.350.2)

- Verordnung über die Identitas AG und die Tierverkehrsdatenbank (IdTVD-V, 916.404.1)

- Verordnung des WBF über die biologische Landwirtschaft (910.181)

- Verordnung des WBF über die Hygiene bei der Primärproduktion (VHyPrP, 916.020.1)

- Verordnung des WBF über den zivilen Ersatzdienst (ZDV-WBF, 824.012.2)

- Verordnung des BLW über Investitionshilfen und soziale Begleitmassnahmen in der Landwirtschaft (IBLV, 913.211)

2 Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens

2.1 Übersicht

Zu dieser Vernehmlassung wurden von den Kantonen, politischen Parteien, Verbänden und Organisationen 230 Stellungnahmen eingereicht.

2.2 Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht (VBB, 211.412.110)

Von 21 teilnehmenden Kantonen lehnen 16 Kantone (ZH, SZ, OW, ZG, FR, SO, SH, AI, SG, GR, AG, TG, VD, VS, NE, JU) die Erweiterung der Koordinationspflicht ab. Die Kantone LU, GL und TI stimmen dieser zu. Die Kantone BE und UR nehmen keine Stellung. Die überwiegende Mehrheit der Kantone vertreten die Auffassung, es sei nicht notwendig, die Koordination zwischen dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) und dem Raumplanungsgesetz vom 22.

Juni 1979 (RPG) zu ergänzen. Sie sind der Meinung, dass die Bauzone die primäre Nutzung bestimmen soll. Werden Anmerkungen nach Art. 86 Abs. 1 Bst. a BGBB gelöscht, unterliegen dann die Grundstücke in der Bauzone nicht mehr dem Geltungsbereich des BGBB, ohne dass die Raumplanungsbehörden die effektive nichtlandwirtschaftliche Nutzung feststellen müssen.

Auch die Mitteilungspflicht erstinstanzlicher Urteile an das Bundesamt für Justiz (BJ) wird von den Kantonen grossmehrheitlich abgelehnt (ZH, BE, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, FR, SO, TG, BL, SH, GR, AG, TG, VD, VS, NE). Einzig vier Kantone (AI, SG, TI, JU) stimmen ihr zu. Die Mehrheit der Kantone hält fest, dass die Praxis in den Kantonen sich über die Jahrzehnte eingespielt habe und eine kantonale Oberaufsicht bestehe. Die geforderte elektronische Zustellung einer Auswahl von Bewilligungen