Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/28: Revision der Gewässerschutzverordnung 2022 · 23 Seiten

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Revision der Gewässerschutzverordnung 2023 Ergebnisbericht

13 Teilnehmende (SBV und 12 seiner Mitgliedverbände (BVAR, BVBB, BVLU, BVSG, JULA, SMP, SGPV, SOBV, SVZ, SwissBeef, VSKP, ZSBB) beantragen, dass für sämtliche in den Gewässern gefundenen, anthropogenen Stoffe EQS-Werte ("ökotoxikologische Grenzwerte") zu definieren und durchzusetzen seien. Es sei nicht korrekt, dass man sich bei der Festlegung der EQS auf die Landwirtschaft konzentriere und den restlichen Teil der Gesellschaft komplett ausblende.

35 Teilnehmende (13 Kantone (AG, AR, BE, GR, LU, NW, SG, SH, SZ, TG, TI, VD, ZH), BPUK, KWL, KBNL, KVU, GPS, SP, AquaV, BirdL, FairFish, GreenP, proNat, PUSCH, SFV, WWF und 3 seiner Sektionen (LU, UR, VS), 4Aqua, AWBR, VSA, FFU, AgriJU) schreiben als Hinweis, dass die rasche Aufnahme weiterer Wirkstoffe in Anhang 2 Ziff. 11 Abs. 3 Tabelle Nr. 4 GSchV wichtig und dringend sei, damit die neuen Änderungen in der GSchV ihre Wirkung entfalten könnten.

Absatz 3 Buchstabe a (Definition der verbreiteten Überschreitung eines Grenzwerts)

52 Teilnehmende unterstützen diesen Buchstaben ganz oder mehrheitlich: 21 Kantone (AG, AR, BE, BS, GE, GL, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH), BPUK, KWL, KBNL, KVU, GemV, SAB, GLP, GPS, SP, JardinS, Ecoswiss, AquaV, BirdL, FairFish, GreenP, proNat, PUSCH, SFV, WWF und 3 seiner Sektionen (LU, UR, VS), SVGW, AWBR, VSA, 4Aqua, FFU, SVU, BioS, AGB, Eawag.

5 Teilnehmende lehnen diesen Buchstaben ganz oder mehrheitlich ab, weil die Anforderungen für die Überschreitung eines Grenzwerts zu hoch angesetzt seien, so dass der Schutz der Gewässer vor künstlichen, langlebigen Stoffen zu wenig stark sei: BL, GR, JU, AgriJU, VKCS.

26 Teilnehmende lehnen diesen Buchstaben ganz oder mehrheitlich ab, weil er zu geringe Anforderungen an eine verbreitete Überschreitung eines Grenzwerts stelle, was unverhältnismässig sei: AI, FR, FDP, econoS, SCI, SBV und 19 seiner Mitgliedverbände (AGORA, AgriGE, AZO, BVAR, BVBB, BVGL, BVLU, BVSG, JULA, Promét, SBLV, SGPV, SMP, SOV, SOBV, SVZ, SwissBeef, VSKP, ZSBB), VSGP.

4 Teilnehmende äussern sich nicht spezifisch zu diesem Buchstaben: SVP, SGV, WaldS, Privat.

47 Teilnehmende stellen Antrag auf eine Senkung der Kriterien für eine verbreitete Überschreitung, in unterschiedlichem Ausmass bzw. mit leicht unterschiedlicher Formulierung:

• 42 Teilnehmende beantragen, das Kriterium "landesweit in fünf Prozent aller untersuchten Gewässer" zu streichen: 18 Kantone (AG, AR, BE, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG, TI, VD, VS, ZG, ZH), BPUK, KWL, KBNL, KVU, VKCS, GLP, GPS, SP, AquaV, BirdL, GreenP, proNat, PUSCH, WWF und 3 seiner Sektionen (LU, UR, VS), SVGW, 4Aqua, AWBR, VSA, Ecoswiss, FFU, BioS. Zusätzlich verlangt auch der Kanton BL implizit die Streichung dieses Kriteriums, da er den gesamten Artikel 48a ablehnt (vgl. oben).

• 18 davon (ZG, VKCS, GLP, GPS, SP, AquaV, BirdL, GreenP, proNat, PUSCH, WWF und 3 seiner Sektionen (LU, UR, VS), 4Aqua, AWBR, FFU, BioS) beantragen zudem, auch das Kriterium "und mindestens auch in fünf Gewässern" zu streichen, so dass einzig die Anforderung "in mindestens drei Kantonen" übrigbliebe.

• Zusätzlich beantragen auch JU, FairFish, SFV und AgriJU die Streichung des Kriteriums "und mindestens auch in 5 Gewässern". Das Kriterium "landesweit in fünf Prozent aller untersuchten Gewässer" soll aber nicht gestrichen werden. Die beiden verbleibenden Kriterien sollen zudem nicht mit und sondern mit oder verknüpft werden, so dass die Überschreitungen entweder "in mindestens drei Kantonen" oder "landesweit in fünf Prozent aller untersuchten Gewässer" auftreten müssen, damit eine verbreitete Überschreitung eines Grenzwerts festgestellt wird.

9/23 054.10-00772/00002/00018/Q324-0774