Rapporto sui risultati

Consultazione 2015/93: Adattamenti della legge federale sugli stranieri (LStr) (Norme procedurali e sistemi informativi) · 37 pagine

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EFS, FIZ, SFH, schlagen die vorliegenden Formulierungen vor (SGB nur die erste):

1 Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe wird bestraft, wer:

c. eine nicht bewilligte Erwerbstätigkeit ausübt und nicht unter Art. 30 Abs. 1 Bst. e oder ebis fällt.

ODER, als alternativ:

4 Ist ein Wegweisungsverfahren vorgesehen oder hängig, so kann bei Ausländerinnen und Ausländern, die rechtswidrig ein- oder ausgereist sind oder die sich rechtswidrig in der Schweiz aufhalten, von einer Strafverfolgung, der Überweisung an das Gericht oder der Bestrafung abgesehen werden. Finden Art. 30 Absatz 1 Buchstabe e oder ebis AuG (und, gemäss FIZ, evtl. Bst. d oder Abs. 1bis E-AuG) Anwendung, ist von der Strafverfolgung, der Überweisung an das Gericht und der Bestrafung in jedem Fall abzusehen.

SKG propose de modifier l’al. 1, let. c et l’al. 4 :

1 Est puni d’une peine privative de liberté d’un an au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque :

c) exerce une activité lucrative sans autorisation, sauf si les conditions visées à l’art. 30, al. 1, let. e ou ebis sont remplies.

4 En cas d’exécution immédiate du renvoi ou de l’expulsion, le juge peut renoncer à poursuivre l’étranger sorti ou entré illégalement, à le renvoyer devant le tribunal ou à lui infliger une peine, en particulier si les conditions visées à l’art. 30, al. 1, let. e ou ebis sont remplies.

Altre osservazioni

Gemäss NW und OW, da ein im Vergleich zur geltenden Regelung noch weitergehender Verzicht auf die Strafverfolgung bzw. Bestrafung bei illegaler Einreise und rechtswidrigem Aufenthalt, insbesondere wenn ein Wegweisungsverfahren lediglich vorgesehen ist, den Unrechtsgehalt der Strafnorm unterminiert. Sollte diese Regelung eingefügt werden, sollte zumindest explizit erwähnt sein, dass der Verzicht auf eine Strafverfolgung nur bei erstmaligem Verstoss möglich ist, da es nicht sein kann, dass eine ausländische Person, die mehrmals illegal in die Schweiz eingereist ist bzw. sich illegal in der Schweiz aufgehalten hat, von einem Verzicht auf Strafverfolgung profitieren kann.

UR ist der Meinung, dass wenn eine illegale Einreise (ohne Asylgesuch) keine strafrechtlichen Folgen hat, wirkt dies wenig abschreckend, es immer wieder zu versuchen und damit die Behörden unnötig zu beschäftigen. Gemäss ZH könnte die vorgesehene Formulierung dazu führen, dass illegale Ein- und Ausreise sowie illegaler Aufenthalt nicht mehr strafrechtlich sanktioniert werden. Der geltende Gesetzestext genügt den Anforderungen der Rückführungsrichtlinie und sollte so beibehalten werden.

3.8 Delega della competenza decisionale agli organi cantonali o federali incaricati del controllo alla frontiera in caso di rifiuto d’entrata e di respingimento alla frontiera esterna Schengen (art. 65 cpv. 2 e 2bis P-LStr)

Approvazione

I Cantoni AG, AI, AR, BE, BS, GE, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG, TI e VS, i partiti CVP e FDP nonché EKM, KKJPD, SBV, SGB e SSV approvano la modifica.