Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2009/30: Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) · 26 Seiten

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Imitationswettbewerb soll stimuliert werden. Dazu soll insbesondere die Wissensdiffusion beitragen.

1.1.3 Praktische Beispiele aus dem Innotour-Programm

Im Folgenden werden einige praktische Beispiele aus dem Innotour-Programm vorgestellt. Sie dienen dazu, den Vollzug von Innotour und die Wirkungen von Innotour zu illustrieren und anhand konkreter Projektbeispiele deutlich zu machen8.

Beispielprojekt Nr. 1: SchweizMobil

SchweizMobil stellt Infrastrukturen für Velofahrer, Skater, Mountainbiker und Paddler zur Verfügung und bietet ein erstklassiges nationales Netz für den Langsamverkehr an. Allein das Veloland-Routennetz wird jährlich im Rahmen von gegen 5 Millionen Tagesausflügen sowie von 200'000 Mehrtagesreisenden benutzt. Daraus entstehen rund eine halbe Million Übernachtungen sowie 150 Millionen Franken Umsatz. Insgesamt wird der durch Schweiz mobil ausgelöste Umsatz auf 300-400 Millionen Franken pro Jahr geschätzt.

Beispielprojekt Nr. 2: Qualitätsgütesiegel für den Schweizer Tourismus

Im Schweizer Tourismus bestehen nach wie vor grosse Unterschiede bei der Qualität. Vor allem weiche Faktoren wie mangelnde Freundlichkeit werden beanstandet. Der Handlungsbedarf ist bei kleinen und mittleren Betrieben am grössten. Unter der Führung des Schweizer Tourismus-Verbandes wurden Mindeststandards der Qualität entworfen und ein Konzept für deren Einführung in der Schweiz entwickelt. Bis Ende 2009 konnten diese Standards in gut 5'000 Betrieben eingeführt und umgesetzt werden. Die Betriebe setzen sich aus Restaurants, Hotels, Seilbahnen und anderen touristischen Organisationen wie Verkehrsvereinen und Verbänden zusammen. Qualitätsmanagement auf Destinationsebene ist überbetrieblich. Von einem guten Qualitätsimage profitieren alle.

Beispielprojekt Nr. 3: Feriendorf Urnäsch

Das Feriendorf Urnäsch ist ein Angebot für Familien mit Kindern, welches neben allen touristischen Infrastrukturen auch einen authentischen Einblick in den Alltag des Bauernlebens gibt. Das Projekt wird von der Gemeinde, der Bauernschaft am Ort und der Schweizer Reisekasse (Reka) getragen. Das Feriendorf Urnäsch ist ein Beispiel der guten Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft.

Beispielprojekt Nr. 4: E-Bike Park Watch Valley

Der Jura ist ein anspruchsvolles Tourismusgebiet. Es ist eine weitläufige Destination mit punktuellen touristischen Attraktionen, die über das ganze Gebiet verstreut sind. Der Jura kann nicht von Vorteilen der Nähe profitieren, wie sie beispielsweise bei der Winterstation Verbier anfallen. Der Jurabogen hat trotzdem eine hohe

8 Umfassende Projektübersichten sind unter www.inno-tour.ch einsehbar.