Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2009/30: Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) · 26 Seiten

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Distribution, Communities) oder neue Konzepte für Anpassungs- und Verminderungsstrategien im Klimawandel angeführt werden.

Das SECO wird Kriterien für Modellvorhaben erarbeiten. Diese Kriterien präzisieren erstens das Verfahren. Vorrang hat weiterhin der Bottom-up Förderansatz, d.h. die Regionen oder Destinationen werden von sich aus aktiv. Neu wird der Bund auch Themen vorgeben und entsprechende Projekte (beispielsweise mittels Ausschreibungsverfahren) lancieren (Top-Down Förderung). Diese Themen müssen für das Tourismusland Schweiz von strategischer Bedeutung sein wie beispielsweise Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Der Bund wird bei der Festlegung von Themen die Anliegen und Interessen von Kantonen und nationalen Tourismusorganisationen berücksichtigen.

Im Kriterienkatalog zu den Modellvorhaben soll zweitens festgehalten werden, dass regionale Modellvorhaben den kantonalen Leitbildern oder Strategien entsprechen müssen. Im Weiteren kann der Bund Mindestanforderungen über Inhalt, Struktur, Qualität und Umfang von Modellvorhaben einführen. Dazu kann beispielsweise die Anforderung gehören, dass die Gesuchsteller die Fortführung der Modellvorhaben nach Auslaufen der einmaligen Anschubfinanzierung über Innotour nachzuweisen haben.

1.2.2.4 Ausbau der Informationstätigkeit

Die Information und die Evaluation sind wichtige Elemente der Tourismuspolitik des Bundes. Die Erfahrungen seit der Einführung von Innotour im Jahr 1998 haben das immer wieder bestätigt. Das SECO informiert die interessierten Kreise laufend über die geförderten Projekte. Im Jahr 2008 wurde unter dem Titel Insight ein neues Informationsmedium eingeführt, das zwei Mal jährlich über die Vorhaben informiert und Themen der Innovation, der Zusammenarbeit und des Wissensaufbaus im Tourismus vertieft (siehe www.inno-tour.ch).

Die Informationstätigkeit soll mit dem revidierten Gesetz verstärkt werden und einen Teil des Schwerpunkts Wissensaufbau bilden. Zu diesem Zweck beabsichtigt das SECO, einen regelmässigen Informationsaustausch zwischen Projektträgern und weiteren Interessierten zu organisieren.

Der Bund und die Tourismuswirtschaft sind auch auf touristisches Grundlagenwissen angewiesen, das den Erfahrungsaustausch über Projekte ergänzt. Das SECO hat hier beispielsweise bei den statistischen Grundlagen bereits wichtige Aufgaben übernommen. Es publiziert mit dem Bundesamt für Statistik das Satellitenkonto Tourismus (TSA). Ein anderes Beispiel ist der "Internationale Benchmarkingreport für den Schweizer Tourismus".

Es ist eine Aufgabe des Bundes, die statistischen Grundlagen im Tourismus auf nationaler Ebene weiter zu verbessern. In der Statistik sollen moderne Formen der Zusammenarbeit wie „Public-Public-Partnership“ oder „Public-Private-Partnership“ eingeführt werden. Innotour wird sich in diesen statistischen Projekten grundsätzlich auf Anschubfinanzierungen beschränken. In Ausnahmefällen soll bei Projekten hoher Priorität eine dauerhafte Unterstützung möglich sein.

In Artikel 5 der geltenden Verordnung über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus wird für die Information, den Wissensaustausch und