Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2009/30: Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) · 26 Seiten
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Zahl übertraf die Erwartungen bei weitem. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, welches mit dem Vollzug des Erlasses betraut ist, musste aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel eine strenge Selektion der Vorhaben vornehmen, was sich auf die Qualität der unterstützten Vorhaben positiv auswirkte.
1.1.2.2 Evaluation der zweiten Innotour-Phase 2003-2007
Die Evaluation von Innotour II wurde 2007 vom Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern durch geführt4. Die Experten fassten ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:
• Das 1998 eingeführte und 2003 bis 2007 verlängerte Instrument „Förderung von
Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus“ ist im Schweizer Tourismus bestens bekannt und geniesst eine äusserst hohe Akzeptanz. Mit dem „Milestone“ (vgl. Kapitel 1.1.3) wurde eine äusserst beliebte und wirksame Plattform zur Sensibilisierung des Sektors für die Bedeutung von Innovationen geschaffen.
• Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Innovationsförderung
(inkl. Qualifizierungsmassnahmen) werden korrekt und wirkungsvoll eingesetzt. Das Verhältnis zwischen geförderten und abgelehnten Projekten beträgt 3:2.
• Zwar gibt es keine echte Innovationsförderung ohne Risiko, doch wurden alle
geförderten Projekte umgesetzt, die meisten höchst erfolgreich. Die Mehrzahl der geförderten Projekte löste weitere Vorhaben aus, was die Funktion von Innotour als Auslöser von Innovationsprozessen in der Wertschöpfungskette unterstreicht.
• Auch in der neueren wirtschaftspolitischen Theorie ist die staatliche
Innovationsförderung als wichtiges Instrument der Wachstumspolitik kaum umstritten.
• Die Verfahrensprozesse (Vorgaben, Prüfung, Entscheidung, Bearbeitung,
Reporting, Überwachung) durch das SECO werden von den Projektleitern - mit ganz wenigen Ausnahmen - als effizient und angemessen beurteilt. Ein Outsourcing dieser Aufgaben drängt sich aufgrund der vorliegenden Evaluation nicht auf.
• Das Verbesserungspotenzial ist nur gering. Optimierungspotenzial wird für die
Förderungs-Entscheidphase sowie für die Berichterstattung identifiziert.
Insgesamt stellte die Universität Bern Innotour II ein positives Zeugnis aus und empfahl eine Weiterführung.
4 Universität Bern, 2007a.