Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/27: Revision des Auslandschweizer-Ausbildungsgesetzes (AAG) · 21 Seiten
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Vernehmlassungsbericht Revision des Auslandschweizer- Ausbildungsgesetzes
3 Zusammenfassung der
Ergebnisse
In den Stellungnahmen besteht weitgehend Einigkeit über die Notwendigkeit einer Revision des AAG. Einzig die SVP könnte auf eine Revision ganz verzichten. Sie ist der Auffassung, dass der vorgeschlagene Paradigmenwechsel falsch ist, denn die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer müsse Hauptzweck des Gesetzes bleiben.
Die überwiegende Mehrheit der Stellungnehmenden begrüsst die Aufwertung der Schweizerschulen im Ausland. Zahlreiche Antwortende betonen, dass die Schweizerschulen nicht nur als reine Lehranstalten, sondern vielmehr als Visitenkarten der Schweizer Kultur und des Schweizer Bildungssystems zu betrachten seien. Auch Pro Helvetia unterstützt die Gesetzesrevision, betont jedoch die Autonomie der Bildung und wendet sich gegen deren Instrumentalisierung zu Gunsten der Aussenpolitik. Die Dominanz des Präsenzgedankens entspreche einer Marketinglogik, die in einem Spannungsverhältnis zur Bildung stehe.
Die Lockerung der gesetzlichen Bestimmungen wird mehrheitlich begrüsst. Vorbehalte werden teilweise betreffend die Gewährleistung einer angemessenen Anzahl an Schweizer Schülerinnen und Schülern sowie der damit verbundenen „swissness“ des Bildungsangebotes angebracht. Deshalb verlangen einige Stellungnehmende die Statuierung eines Mindestprozentsatzes an Schweizer Schülerinnen und Schülern bzw. Lehrpersonen im Gesetzesentwurf.
Auch die neuen Fördermöglichkeiten stossen grundsätzlich auf breite Zustimmung. Allerdings betonen zahlreiche Vernehmlassungsteilnehmende, dass die Finanzierung und Existenz bestehender Schweizerschulen durch die vorgesehenen Fördermöglichkeiten nicht gefährdet werden dürfen.
Die Berücksichtigung der beruflichen Grundbildung wird begrüsst, doch bringen zahlreiche Vernehmlassungsteilnehmende dazu verschiedene Anregungen oder Vorbehalte an (Bedeutung der engen Zusammenarbeit, Berücksichtigung der schulisch organisierten Grundbildung, Anerkennung der höheren Berufsbildung etc.).
Differenzierte Antworten sind auch zu der vorgesehenen Kooperation mit gewinnorientierten, nicht gemeinnützigen Bildungsunternehmen eingegangen. Obwohl sich die Mehrheit der Stellungnehmenden grundsätzlich für eine Zusammenarbeit ausspricht, unterstützen zahlreiche Vernehmlassungsteilnehmende den Vorschlag nur mit Vorbehalten, da sie befürchten, dass auf diesem Wege gewinnorientierte, nicht gemeinnützige Bildungsunternehmen subventioniert werden könnten.
Ausdrücklich gutgeheissen wird der vierjährige Zahlungsrahmen, der für die Schweizerschulen eine mehrjährige Planung und Klarheit über die zu erwartenden Bundesbeiträge ermöglicht.