Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/52: Änderung der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) (Cabaret-Tänzerinnen-Statut) · 21 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 17Fedlex · Ergebnisbericht
wiesen, für viele andere Frauen sei diese Bewilligung jedoch sehr wichtig, da alles korrekt geregelt sei. Die Bewilligung erlaube es den Frauen in einem sicheren Umfeld Geld für ihre Familien in der Heimat zu verdienen.
G.I.R. ist gegen die geplante Revision der VZAE. Es sei nicht gerechtfertigt, die gesamte Cabaret-Branche zu bestrafen wegen dem Vergehen Einzelner. Die Organisation befürchtet die Schliessung der Mehrheit der Cabaret-Bertriebe und Vermittlungsagenturen sowie eine Zunahme der illegalen Einwanderung / Erwerbstätigkeit. Sie schlägt vor, dass Tänzerinnen auch als qualifizierte Arbeitnehmerinnen betrachtet würden und ihre Qualifikation als Tänzerin von einer anerkannten Schule im Heimatland nachzuweisen hätten. So könne auch der Menschenhandel bekämpft werden.
ISI äussert sich gegen die Abschaffung des Statuts. Durch die Aufhebung des Statuts befürchtet ISI eine Verlagerung in die Illegalität, eine Zunahme des Menschenhandels sowie Einnahmeeinbussen für Bund, Kantone und Sozialwerke. Der Bedarf an Tänzerinnen sei nicht mit Frauen aus EU/EFTA-Staaten zu decken. Die "Europäerinnen" seien aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten in der Prostitution nicht bereit in Cabarets zu arbeiten.
Sollte die geplante Revision trotzdem durchgeführt werden, so sei eine Übergangsfrist von mindestens 6 Jahren vorzusehen.
Laurent-Perrier Suisse in Nyon (VD) ist gegen die geplante Revision der VZAE. Die Belieferung zahlreicher Betriebe zu denen auch die etablierten Cabarets gehören, sei ein wichtiges Standbein von Laurent Perrier. Der Champagner-Hersteller befürchtet einen massiven Rückgang der Nachtclubs im Falle einer Abschaffung des Statuts, was auch negative Auswirkungen auf den Geschäftsgang des Unternehmens und seine Angestellten hätte. Die bisherige Bewilligungspraxis habe sich bewährt.
Play Agency AG in Zürich (ZH) spricht sich gegen die geplante Aufhebung des Cabaret-Statuts. Dieses habe sich bewährt. Eine Tourismusdestination ohne Angebot im erotischen Unterhaltungssegment sei undenkbar und würde zu Betriebsschliessungen und Arbeitsplätzeverlust führen. Sollte die geplante Revision trotzdem durchgeführt werden, so sei eine Übergangsfrist von mindestens 6 Jahren vorzusehen.
Cabaret Ritual in St. Moritz (GR) ist gegen die geplante Revision der VZAE. Eine Tourismusdestination ohne Angebot im erotischen Unterhaltungssegment sei undenkbar. Cabarets seien wichtig für ein attraktives Nachtleben. Nur internationale Engagements kämen den Ansprüchen der Gäste gerecht. Die Tänzerinnen-Bewilligung erlaube eine gute Kontrolle der Frauen und sichere ihnen ihre Rechte. Zudem seien die Tänzerinnen-Bewilligungen auch für den Erhalt von lokalen Arbeitsplätzen wichtig. Das Cabaret Ritual werde schliessen müssen falls die Bewilligungen wegfallen würden.
Frau Daniela Scharegg, Sekretariatsleiterin eines Cabaretbesitzers in Chur (GR), ist gegen die geplante Revision. Sie betont die wichtige Schutzwirkung des Statuts. Vermehrte Kontrollen durch die zuständigen Behörden seien anzustreben um gegen fehlbare Betriebe anzugehen.
3. Diverses
Die ASCO hat zudem am 31. Oktober 2012 eine Petition gegen die geplante Revision der VZAE mit rund 5'000 Unterschriften eingereicht. Die Petition fordert die Beibehaltung des Cabaret-Tänzerinnen-Statuts. Eine Abschaffung des Statuts habe gravierende Folgen. Die Petitionäre sind der Meinung, die Lage der Frauen würde sich massiv verschlechtern. Zudem sei der Fortbestand der Cabaret-Branche gefährdet und der Bund, die Kantone und die So-